Berner SVP-Stadtrat wird von Velofahrer «abgeschossen»

Yannick Stay
Yannick Stay

Bern,

Am Waisenhausplatz gerät der SVP-Stadtrat Alexander Feuz an einen Velofahrer. Der Politiker hält die Signalisation an dieser Stelle für unzureichend.

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Stadtrat Alexander Feuz wurde von einem Velofahrer «abgeschossen». - stadtrat.bern.ch / Facebook/Alexander Feuz

Das Wichtigste in Kürze

  • SVP-Stadtrat Alexander Feuz berichtet auf Facebook von einer Konfrontation mit einem Velo.
  • Der Zweiradfahrer habe ihn in einem engen Durchgang «abgeschossen».
  • Die Signalisation muss «unbedingt» verbessert werden, schreibt er.

In Innenstädten sind Konfrontationen zwischen Fussgängern und Velofahrenden keine Seltenheit. Eine solche erlebte kürzlich der Berner SVP-Stadtrat Alexander Feuz – und berichtet darüber prompt auf Facebook.

Sein Post beginnt mit den Worten: «Heute hatte ich Riesenglück!» Am Waisenhausplatz, in einem engen Durchgang aufgrund einer Baustelle, sei er auf einen Drahtesel gestossen.

«Ein Velofahrer schoss mich ab», erklärt er weiter. Eine teilweise mit Kleidung gefüllte iPad-Tasche habe er daraufhin im Stile eines Airbags «hochgerissen», um Schlimmeres zu verhindern.

Aus dem Vorfall schlussfolgert er: «Signalisation und Verkehrsführung für Velofahrer und Fussgänger muss unbedingt verbessert werden!»

Er wolle bei der Stadt vorstellig werden, schreibt er abschliessend.

Veloverkehr in eine Richtung erlaubt

Doch wie sieht die Situation an dieser Stelle derzeit aus? Der BärnerBär hat bei der Stadt nachgefragt.

Gemäss Tiefbau Stadt Bern gilt vom Bärenplatz/von der Spitalgasse herkommend ein allgemeines Fahrverbot, Veloverkehr hingegen ist erlaubt.

Vom mittleren Waisenhausplatz herkommend gebe es ebenso ein solches Fahrverbot. Velofahrende würden über die Waaghausgasse umgeleitet.

Stören dich Velofahrer in der Berner Altstadt?

«Die Fahrverbots-Signale sind an beiden Enden des Durchgangs aufgestellt. Auf der Seite mittlerer Waisenhausplatz steht zudem die orange Tafel für die Veloumleitung.»

Inwiefern genau Alexander Feuz bei der Stadt wegen der Signalisation vorstellig werden will, bleibt unklar. Eine Anfrage vom BärnerBär an den Politiker – auch mit weiteren Fragen zum Vorfall – blieb bisher unbeantwortet.

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Kommentare

User #3698 (nicht angemeldet)

Der Herr Feuz hat trotz seiner Leibesfülle mehr als den halben Weg beansprucht, weil er Velofahrer nicht mag. Man könnte auch sagen, Provokation gesucht.

User #3076 (nicht angemeldet)

Was ist denn das für eine Sprache? Angeschossen! Darunter versteht man etwas anderes als "Angefahren", nun ja die Berner verstehen sich vermutlich. Jedenfalls würde eine weitere Beschilderung wenig bringen, wenn der Velofahrer keinen Respekt hat und den Verhältnissen entsprechend fährt. Jedes Schild kostet viel Steuergeld, bis es am Ort ist.

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