Behörden schliessen wegen wenig Olympia-Verkehr Parkplatz in Zernez

Keystone-SDA Regional
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Engadin,

Das Bündner Tiefbauamt schliesst aus Spargründen einen der zwei in Zernez eingerichteten Park-and-Ride-Plätzen zur Bewältigung des Zuschauerandrangs während der Olympischen Spiele. Nur wenige Besucher reisten bisher mit dem Auto ins Engadin, weshalb der Parkplatz weitgehend leer blieb.

Der Park-and-Ride-Parkplatz südlich von Zernez wurde geschlossen. Der Grund dafür ist auf dem Bild selbst zu sehen: Der Parkplatz blieb während der ersten Woche der Olympischen Winte...
Der Park-and-Ride-Parkplatz südlich von Zernez wurde geschlossen. Der Grund dafür ist auf dem Bild selbst zu sehen: Der Parkplatz blieb während der ersten Woche der Olympischen Winte... - KEYSTONE/MAYK WENDT

«Um die Kosten so tief wie möglich zu halten, haben wir das Areal Zernez Süd geschlossen», erklärte Marcel John, Leiter der Abteilung für den olympischen Verkehr, gegenüber dem italienischsprachigen Fernsehsender RSI. Der Kanton hatte insgesamt über zweitausend Parkplätze in Landquart, Zernez und im Val Müstair bereitgestellt. Der Preis pro Tag beträgt 75 Franken. Nur rund 10 bis 15 Prozent der Zuschauer reisten mit dem Auto ins Engadin an. Die Mehrheit nutzte den öffentlichen Verkehr.

Durch die Schliessung des Areals mit 400 Parkplätzen in Zernez würden Personalkosten eingespart, erklärte John weiter. Drei Mitarbeitende waren für die Verkehrsregelung und die Zuweisung der Parkplätze für Besucher der olympischen Wettkämpfe in Livigno zuständig. Laut dem Verantwortlichen für den Olympiaverkehr ist es derzeit schwierig, die genaue Höhe der Einsparungen für den Kanton zu beziffern.

Die Kosten für Verkehrsmanagement und Sicherheit während der zwei Austragungswochen werden von der Bündner Regierung auf maximal 5,5 Millionen Franken geschätzt. 700'000 Franken davon wollte die Bündner Regierung mit Erträgen aus den zur Verfügung gestellten Parkplätzen decken, erklärte die Mobilitätsdirektorin Carmelia Maissen (Mitte) im Dezember im Gespräch mit Keystone-SDA.

Eine Million Franken für die «internen Aufwände» des Konzepts trage der Kanton Graubünden selbst, so Maissen damals weiter. «Aber bei den übrigen Kosten von 4 Millionen Franken erwarten wir einen Beitrag der italienischen Behörden.» Bis anhin brachten die Verhandlungen zwischen Graubünden und der Lombardei jedoch noch nicht die erhofften Ergebnisse.

Kommentare

User #5603 (nicht angemeldet)

Für zwei Wochen max. 5.5 Mio. für ein bisschen Infrastrukturkoordination. Wow.

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