Olympia 2026 – McGrath erklärt sich: Darum lief ich in den Wald
Atle Lie McGrath läuft nach seinem Slalom-Out an Olympia 2026 in den Wald. Der Norweger spricht über die «härteste Zeit meines Lebens».
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Das Wichtigste in Kürze
- Atle Lie McGrath erklärt, warum er nach dem Slalom-Out in den Wald lief.
- Der Norweger überlegt sich, ob er professionelle Hilfe braucht, um das Out zu verdauen.
- Für zusätzlichen Ärger sorgte der Schweizer Trainer, der vor ihm jubelte.
Während Loïc Meillard (29) Olympiasieger wird, spielt sich um Atle Lie McGrath (25) ein grosses Drama ab.
Der norwegische Slalom-Weltcup-Leader fädelt als Halbzeit-Führender ein. Nach seinem Out wirft er die Stöcke weg – und marschiert in den Skischuhen in Richtung Wald. Dort legt er sich in den Schnee.
Interviews gibt es erst keine. Erst Stunden nach dem Rennen äussert sich der sichtlich erschütterte Athlet über seine Wald-Flucht.
Atle Lie McGrath wollte «von allem weg»
«Ich musste einfach von allem wegkommen. Ich dachte, ich finde da etwas Ruhe und Frieden. Aber Fotografen und die Polizei fanden mich auch da im Wald.» Tatsächlich wird McGrath nach Minuten von einem Schneemobil eingesammelt und den Berg hinuntergebracht.
McGrath macht keinen Hehl daraus, wie gross seine Enttäuschung ist. «Dieser Moment ist der schwierigste Moment meiner Ski-Karriere.»
«Ich glaube, ich brauche Hilfe»
Der Norweger ging mit 59 Hundertsteln Vorsprung auf Meillard in den zweiten Lauf. «Du bekommst keinen besseren Ausgangspunkt als den, den ich hatte. Und dann schaffst du es, alles zu vermasseln. Das tut weh.»

Weiter: «Es wird lange dauern, um das zu verarbeiten. Ich glaube, ich brauche Hilfe.»
Am Eröffnungstag von Olympia 2026 musste McGrath einen schweren Schicksalsschlag verkraften. Sein Grossvater verstarb. «Es waren auch ausserhalb des Sports wahnsinnig harte Tage.»
Meillard-Coach sorgt mit Jubel für Ärger
Was im ganzen Olympia-Drama gerade noch gefehlt hat: Ein Schweizer Slalom-Coach, der vor McGraths Augen überschwänglich jubelt.

Als der Norweger ausscheidet, reisst Meillard-Trainer Thierry Meney die Faust in die Luft. TV-Kameras fangen den Gold-Jubel ein.
McGrath: «Muss ich nicht kommentieren. Es ist klar, was ich davon halte.»



















