Sumvitg GR: Wirtepaar rettet nach Pensionierung letzte Dorf-Beiz
In Sumvitg GR steht die letzte Beiz vor der Schliessung. Dann springt das Wirtepaar Bass trotz Pensionierung ein.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Bündner Dorf Sumvitg droht das Restaurant «Cruna» für immer zu schliessen.
- Doch das frühere Wirtepaar Bass springt ein und rettet die letzte Dorf-Beiz.
Ein Bündner Dorf kämpft um seine letzte Gaststätte. In Sumvitg drohte das Restaurant «Cruna» für immer zu schliessen. Doch dann griff das pensionierte Wirtepaar Zita und Norbert Bass zur Rettung.
Die beiden führten das Lokal 36 Jahre lang. Vor sieben Jahren übergaben sie den Betrieb an eine Nachfolgerin. Ende des vergangenen Jahres hörte die neue Pächterin auf. Niemand wollte das Restaurant übernehmen.
Da entschieden die beiden Senioren spontan: Sie springen wieder ein, wie RTR berichtet. Sumvitg wäre ohne die «Cruna» komplett ohne Gaststätte gewesen.
«Ich hätte nie gedacht, dass ich nach sieben Jahren wieder anfange», sagt Zita Bass gegenüber RTR. «Aber die Beiz einfach schliessen lassen, das wollte ich auch nicht.»
Die Initiative für die Wiedereröffnung ging hauptsächlich von Zita Bass aus. Sie verbrachte ihr ganzes Leben in dem Restaurant. Bereits ihre Eltern führten die «Cruna» über viele Jahre.

Die Einwohnerinnen und Einwohner von Sumvitg sind dankbar für den Einsatz des Ehepaars. Ein offenes Restaurant bedeutet mehr als nur Essen und Trinken. Es geht um sozialen Zusammenhalt.
«Es gibt wieder einen Treffpunkt – das stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl», erklärt Zita Bass. Ihr Vater habe schon gesagt: Ein Dorf ohne Beiz sei schlimmer als eines ohne Kirche.
Wie lange das Ehepaar weitermachen kann, ist völlig offen. Eine dauerhafte Lösung für die Nachfolge gibt es noch nicht.








