WHO: Nach schweren Attacken im Libanon droht Medizin-Engpass
Nach der massiven israelischen Angriffswelle im Libanon schwinden die medizinischen Vorräte im Land.

Der Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Libanon, Abdinasir Abubakar, warnte davor, dass medizinische Versorgungsgüter wie Arzneimittel und Blutkonserven knapp werden könnten.
Innerhalb weniger Tage seien drei bis vier Wochenvorräte an medizinischen Gütern aufgebraucht worden, berichtete er in einer Video-Pressekonferenz. Das Gesundheitssystem sei am Limit. Seit Kriegsbeginn seien im Libanon 13 Spitäler beschädigt worden, sechs seien kriegsbedingt geschlossen worden.
Bei den Angriffen in der Hauptstadt Beirut und anderen Landesteilen am Mittwoch sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen und 1.150 verletzt worden. Viele weitere würden unter den Trümmern vermisst, sagte Abubakar.
Zuletzt hatte der jüngste israelische Evakuierungsbefehl für den Beiruter Stadtteil Dschnah Sorge bei der WHO in Genf ausgelöst. Denn in dem Viertel befinden sich zwei wichtige Kliniken mit mehr als 400 Patienten – darunter auch Kriegsverletzte. Inzwischen habe Israel signalisiert, dass die Spitäler nicht angegriffen würden, berichtete Abubakar. «Wir werden sehen, ob sich das bewahrheitet oder nicht», sagte er.














