Frauenstreik

    Westschweizerinnen begehen einen vorverlegten Frauenstreik

    Keystone-SDA
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    Bern,

    In Lausanne und Neuenburg haben am Samstag tausende Menschen ihre feministischen Forderungen auf die Strasse getragen. G7-bedingt fanden die Kundgebungen bereits einen Tag vor dem offiziellen Frauenstreik statt.

    Trotz der sehr bestimmten Forderungen blieb die Atmosphäre in Lausanne friedlich.
    Trotz der sehr bestimmten Forderungen blieb die Atmosphäre in Lausanne friedlich. - KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

    In Neuenburg nahmen nach Angaben der Organisatorinnen rund tausend Menschen an der Demonstration teil. Sie wollten demnach ein Zeichen setzen für eine Gesellschaft, in der alle Menschen respektiert werden und ihren Platz finden – durch Präventions- und Schutzmassnahmen gegen Femizide und geschlechtsspezifische Gewalt, eine bessere Anerkennung der Pflegearbeit sowie echte Chancengleichheit.

    Weiter forderte das Neuenburger Steikkollektiv mehr Mittel von den Behörden, um Betreuungsstrukturen zu gewährleisten, «die über ausreichende Ressourcen zum Schutz von Frauen verfügen», sagte Sprecherin Marianne Ebel der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Sie bemängelte zudem die finanziellen Kürzungen für Übersetzungsdienste im Kanton Neuenburg.

    Kinder in Begleitung ihrer Eltern, Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Behinderung sowie Seniorinnen bildeten die Spitze der Kundgebung. «All diese Menschen gaben im Geiste der Inklusion den Rhythmus des Umzugs vor», sagte Ebel. Sie beschrieb «einen lebendigen Zug, entschlossen, den Kampf fortzusetzen» – auch für Frauen in Gaza, in der Ukraine und in anderen Kriegsgebieten.

    Die Westschweizer Streikkollektive organisierten die Kundgebungen dieses Jahr bereits am Samstag, um am Sonntag eine Teilnahme an der Demonstration gegen den G7-Gipfel in Evian zu ermöglichen.

    Das galt neben Neuenburg auch für den Lausanner Streik, der am frühen Samstagabend unter dem Motto «Weil unser Leben mehr wert ist als ihre Profite!» über die Bühne ging. Mehrere tausend Menschen nahmen daran teil – nach Angaben der Polizei bis zu 9000, laut den Organisatorinnen mehr als 15'000.

    Parolen, Gesänge und violette Farbtupfer prägten das Bild in der Waadtländer Hauptstadt, wie eine Reporterin von Keystone-SDA berichtete.

    Das ganze Wochenende über rufen die Kollektive dazu auf, gegen ein «System der Unterdrückung zu kämpfen, in dem sich Patriarchat, Kapitalismus, Militarismus und Kolonialismus gegenseitig nähren».

    Der 14. Juni ist ein wichtiges Datum für die feministische Bewegung, da er an die Verankerung der Gleichstellung von Frau und Mann in der Bundesverfassung im Jahr 1981 erinnert.

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    Kommentare

    User #2212 (nicht angemeldet)

    Tausende? Wo ist das Beweisfoto von oben?

    User #1370 (nicht angemeldet)

    Subkultur?!

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