Frauenstreik: «Wir sind nicht dort, wo wir sein wollen»
Am Abstimmungssonntag findet in Bern ein Frauenstreik statt. Nau.ch konnte mit Bettina Dauwalder des feministischen Kollektivs sprechen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Am Sonntag findet auf dem Bundesplatz in Bern der feministische Streik statt.
- Das feministische Kollektiv ist sich sicher: «Der Frauenstreik braucht es unbedingt!»
- Man sei noch nicht am Ziel, doch man wolle weiter dran bleiben.
Der feministische Streiktag findet schweizweit am heutigen Abstimmungssonntag statt. Das feministische Streikkollektiv ruft an verschiedenen Orten zum Streik auf.
In Bern wird in diesem Jahr dezentral statt mit einer Demonstration gestreikt. So wurde beispielsweise vor dem Bundeshaus für den Frauenstreik eine kleine Bühne aufgebaut.
Ein Banner mit der Aufschrift «Immer no hässig», also «Immer noch wütend», ziert die Bühne. Ziel ist es, ein Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für gleiche Rechte für alle zu setzen.
Wie Aufnahmen von Nau.ch zeigen, versammelten sich zu Beginn der Veranstaltung erst eine Handvoll Personen auf dem Bundesplatz. Doch schon wenig später zeigte sich der Platz prall gefüllt.
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Bettina Dauwalder des feministischen Streikkollektivs stellt im Nau.ch-Interview klar: «Der Frauenstreik braucht es unbedingt! »
Frauenstreik ist noch nicht am Ziel
Denn: Für Frauen sei die Abstimmung zur inzwischen abgelehnten 10-Millionen-Schweiz «sehr wichtig». Dauwalder begründet: «Viele Frauen arbeiten in den Bereichen, die betroffen wären.»

Es gebe aber auch noch vieles zu tun. Sie spricht dabei die unbezahlte Care-Arbeit von vielen Frauen an. «Es muss einfach bessere Lösungen geben», fordert Dauwalder.
Seit 1991 sei sie schon beim feministischen Kollektiv dabei. Seither habe man «sehr viel erreicht», freut sich die Feministin.
Doch: «Wir sind nicht dort, wo wir sein wollen.» Dabei erwähnt sie nochmals explizit die Care-Arbeit.
Dass in den vergangenen Jahren kein Erfolg gefeiert werden konnte, dementiert Dauwalder. Sie spricht dabei beispielsweise von den Massnahmen gegen Gewalt an Frauen. Diese Erfolge seien auf die Bewegungen auf der Strasse zurückzuführen.
Am Ziel sei man natürlich noch nicht: «Es ist ein langwieriger Prozess, deshalb bleiben wir dran.»











