Frauenstreik

Frauenstreik: Für Gleichstellung - Gegen Gewalt und G7

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Bern,

Anlässlich des feministischen Streiktags stehen heute Sonntag in vielen Schweizer Städten Aktionen und Veranstaltungen im Programm. In Basel, Luzern und Zürich finden Demonstrationen statt. In der Westschweiz richten sich Proteste auch gegen den G7-Gipfel.

In vielen Städten in der Schweiz finden anlässlich des feministischen Streiktags Demonstrationen statt. In Genf richten sich die Proteste auch gegen den G7-Gipfel im französischen Ev...
In vielen Städten in der Schweiz finden anlässlich des feministischen Streiktags Demonstrationen statt. In Genf richten sich die Proteste auch gegen den G7-Gipfel im französischen Ev... - KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI

In vielen Städten in der Schweiz wollen Streikkollektive auf Gewalt an Frauen, unbezahlte Care-Arbeit, Ungleichstellung und staatliche Sparmassnahmen aufmerksam machen. In Basel, Luzern und Zürich tragen Demonstrierende ihre Forderungen auf die Strasse.

«Pflege, Sorge, Hausarbeit – das ist unbezahlte Arbeitszeit», heisst das Motto in Zürich – «Verantwortung tragen, Jetzt», in Luzern.

In Bern findet in diesem Jahr keine Demonstration statt. Stattdessen wird der Streiktag «dezentral» mit einer Vielzahl verschiedener Veranstaltungen und Aktionen begangen. Am Nachmittag findet auf dem Bundesplatz eine Versammlung statt. Marktstände, Musik und Reden wurden angekündigt.

Getanzt werden soll auch in St. Gallen: Nach der Kundgebung im Stadtpark steht ein «Daydance» auf dem Programm. Das feministische Streikkollektiv Thurgau wird in Kreuzlingen eine Petition für ein Frauenhaus an Grossratspräsident Felix Meier übergeben.

In der Westschweiz richten sich Proteste auch gegen den G7-Gipfel. In Lausanne und Neuenburg haben die Demonstrationen deshalb bereits am Samstag stattgefunden. Für heute wurden Gruppenreisen nach Genf organisiert, wo die Demonstration im Rahmen der Proteste gegen den G7-Gipfel stattfindet.

Ein zentrales Thema der Bewegung bleibt wie auch im vergangenen Jahr die unbezahlte oder unterbezahlte Care-Arbeit. Viele mobilisieren deshalb schon heute für den nationalen Care-Streik am 14. Juni 2027. In einem Jahr soll in der ganzen Schweiz für eine kollektive, solidarische Verteilung von Sorgearbeit gestreikt werden.

«In der Pflege, im Bildungswesen, in der Hausarbeit und in weiteren Bereichen und Sektoren, in denen Arbeit unsichtbar gemacht wird», teilte ein Streikkollektiv auf Anfrage mit. Die Vorbereitungen dafür laufen vielerorts bereits auf Hochtouren.

Kommentare

User #4365 (nicht angemeldet)

Gleichstellung haben wir längst oder zeigt mir bitte ein Gesetz wo eine Frau in diesem Rechtsstaat benachteiligt sind. Pflichten, ja hier gibt es Unterschiede z.B. dem obligatorischen Wehrdienst und der Wehrpflichtsteuer für männliche Pazifisten und körperlich Beeinträchtigte. Die Geschichte mit dem tieferen Lohn? Ein Märchen für den Stimmenfang. Wäre nächlich die Partei bereit anzuerkennen welche objektiven Faktoren einbezogen werden, um das Einkommen zu bestimmen, könnten sie nicht jährlich ihre Wutbürgerinnen neu mobilisieren.

User #1370 (nicht angemeldet)

Walpurgistag heute?

Weiterlesen

Hitze
516 Interaktionen
39,7 Grad
Wald
325 Interaktionen
«Wandern in Höhe»

MEHR FRAUENSTREIK

Frauenstreik
10 Interaktionen
Frauenstreik
teaser
38 Interaktionen
Frauenstreik in Bern
9 Interaktionen
Neuenburg/Lausanne
Feministischer Streiktag
188 Interaktionen
Care-Arbeit

MEHR AUS STADT BERN

Francine Jordi
51 Interaktionen
Regen fehlt
Tierpark Bern Seehund
Tierpark Bern
Abstimmungsbüchlein
5 Interaktionen
Ernährungsinitiative