Teheran droht mit Angriffen auf US-Ziele in Europa
Teheran erwägt laut Berichten eine Ausweitung des Konflikts. Auch Europa könnte dadurch stärker in die Auseinandersetzung hineingezogen werden.

Die Spannungen zwischen Iran und den USA haben sich nach dem Ende einer vorläufigen Vereinbarung weiter verschärft. Zugleich bleibt die Strasse von Hormus nach iranischen Angaben geschlossen, während Washington eine andere Darstellung vertritt.
Iran droht mit einer weiteren Verschärfung, sollte Washington die bisherigen Vereinbarungen nicht vollständig umsetzen. Laut «Kurier» warnte Teheran zudem die Golfstaaten davor, die amerikanischen Streitkräfte militärisch zu unterstützen.
Auch die Lage rund um die Vereinigten Arabischen Emirate sorgt für zusätzliche Spannungen zwischen den beteiligten Staaten. Teheran weist Vorwürfe über iranische Raketen zurück, während die Emirate daraufhin Handel und Finanztransaktionen mit Iran aussetzten.
Teheran nimmt Europa ins Visier
Nach Berichten könnten bei einer weiteren Eskalation auch amerikanische Einrichtungen in Europa ins Blickfeld Teherans geraten. «Wallstreet Online» berichtet unter Berufung auf die «Financial Times» über mögliche Ziele in Bulgarien und Zypern.
Dabei werden unter anderem militärisch genutzte Einrichtungen als mögliche Ziele genannt, sollte Washington den Konflikt weiter verschärfen. Die Berichte weisen zugleich darauf hin, dass die Angaben nicht unabhängig bestätigt werden konnten.
Für Europa würde eine solche Entwicklung eine geografische Ausweitung des bisherigen Konflikts über den Nahen Osten hinaus bedeuten. Damit könnten auch Staaten betroffen sein, die bislang nicht unmittelbar an den militärischen Auseinandersetzungen beteiligt sind.
Kritische Infrastruktur könnte betroffen sein
Neben militärischen Einrichtungen werden laut Berichten auch mögliche Angriffe auf kritische Infrastruktur im Umfeld der Hormus-Strasse diskutiert. Die «Jüdische Allgemeine» verweist dabei auf Unterseekabel, deren Beschädigung internationale Kommunikationsverbindungen erheblich beeinträchtigen könnte.

Iran hat bereits zuvor gezeigt, dass seine militärischen Fähigkeiten Ziele in grösserer Entfernung erreichen können. Gleichzeitig gehen Experten davon aus, dass grössere Reichweiten möglicherweise mit Einschränkungen bei der Sprengkraft verbunden sind.
Die jüngsten Drohungen erhöhen damit den Druck auf die internationale Diplomatie und erschweren eine Entspannung zwischen Washington und Teheran. Sollte der Konflikt weiter eskalieren, könnten zusätzliche Regionen und wichtige Infrastruktur in die Auseinandersetzung einbezogen werden.












