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Unicef: Siedlerangriffe rauben Kindern Sicherheit im Alltag

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Genève,

Beispiellose Siedlergewalt im besetzten Westjordanland macht Kindern und Jugendlichen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef das Leben schwer.

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Das Unicef-Logo. - keystone

«Was sich derzeit abspielt, ist nicht nur eine Eskalation der Gewalt gegen palästinensische Kinder, sondern auch die schrittweise Zerstörung der Lebensbedingungen, die Kinder zum Überleben und Aufwachsen benötigen», sagt Unicef-Sprecher James Elder.

Elder berichtete nach einem Besuch im Westjordanland über eine Frau, der beide Arme gebrochen worden seien, als sie damit ihr vier Monate altes Baby vor dem Knüppel eines angreifenden Siedlers schützen wollte. Auf ihren Sohn Ezzaldin (8) sei mit einem Holzknüppel so stark eingeschlagen worden, dass er mit Kopfverletzungen ins Spital gekommen sei.

Nicht nur würden Wohnungen und Häuser zerstört, sondern auch Schulen und die Wasserversorgung. Es würden immer mehr Barrieren errichtet, und Kinder kämen immer öfter nicht zur Schule oder einer Klinik.

«Schulen, die eigentlich Orte der Sicherheit und Geborgenheit sein sollten, werden zunehmend zu Orten der Angst», sagt Elder. «Angriffe auf Schulen und die Verweigerung des Zugangs zu Bildung für Kinder stellen schwerwiegende Verletzungen der Kinderrechte dar, die langfristige Folgen für ihre Sicherheit, ihr Wohlergehen und ihre Zukunft haben.»

Seit Anfang des Jahres seien 2.500 Palästinenserinnen und Palästinenser vertrieben worden, darunter 1.100 Minderjährige, sagt Elder. Im März waren nach Angaben des UN-Nothilfebüro OCHA so viele Menschen von Siedlern verletzt worden wie nie innerhalb eines Monats seit Beginn der Gewalt 2006: insgesamt rund 170 Menschen. Zudem würden 347 Minderjährige in israelischem Gewahrsam festgehalten, so viele wie seit acht Jahren nicht mehr.

Israel treibt den Siedlungsbau für Israelis im Westjordanland massiv voran. Der Bau verstösst nach UN-Angaben und dem Internationalen Gerichtshof gegen das Völkerrecht. Danach ist es einer Besatzungsmacht nicht erlaubt, ihre Bevölkerung in besetztem Gebiet anzusiedeln.

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