Trump droht Europäern mit Zöllen wegen Digitalsteuer-Plänen

    Keystone-SDA
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    USA,

    US-Präsident Donald Trump droht europäischen Ländern mit neuen Zöllen in Höhe von 100 Prozent, sollten sie Digitalsteuern beschliessen. Die Zölle würden an die Stelle vereinbarter Zollabkommen treten, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social.

    Seine Zolldrohung begründet US-Präsident Donald Trump diesmal damit, dass einige Länder in Europa kurz davor seien, Digitalabgaben zu beschliessen, die US-amerikanische Konzerne tref...
    Seine Zolldrohung begründet US-Präsident Donald Trump diesmal damit, dass einige Länder in Europa kurz davor seien, Digitalabgaben zu beschliessen, die US-amerikanische Konzerne tref... - KEYSTONE/AP/Julia Demaree Nikhinson

    Das gelte unabhängig davon, ob die Abkommen bereits umgesetzt oder unterschrieben seien, so Trump weiter. Die neuen Zölle würden auf sämtliche Waren erhoben, die in die USA exportiert werden, schrieb Trump weiter. Sein Vorgehen begründete er damit, dass einige Länder kurz davor seien, Digitalabgaben zu beschliessen, die US-amerikanische Konzerne treffen würden. Konkrete Länder nannte der Präsident nicht.

    Die Digitalabgabe würde grosse Internetkonzerne wie Google und Meta treffen. Vorbild ist Österreich. Dort sind grosse Online-Plattformen seit 2020 verpflichtet, fünf Prozent der Einkünfte aus der Werbevermarktung abzuführen.

    Es ist nicht das erste Mal, dass Trump eine Digitalabgabe verurteilt und mit Zöllen droht. Im August 2025 hatte er schon einmal eine Warnung an Länder ausgesprochen, solche Abgaben zu stoppen. Er hatte kein explizites Land genannt.

    Ausserdem hatte er wegen der Besteuerung von US-Konzernen bereits explizit dem Vereinigten Königreich gedroht, die Zolldrohung aber bis heute nicht wahr gemacht.

    Zölle sind ein zentrales Element in Trumps zweiter Amtszeit, jedoch stiess er mit der aggressiven Zollpolitik auch an Grenzen. So hatte der Oberste Gerichtshof in den USA viele seiner Zölle für rechtswidrig erklärt.

    Erst am Vortag hatten die EU-Länder in Luxemburg grünes Licht dafür gegeben, die Zölle auf US-Industriegüter abzuschaffen und US-Meeresfrüchten sowie Agrarprodukten einen besseren Marktzugang zu gewähren. Das Handelsabkommen zwischen EU und USA hätte damit bald vollständig umgesetzt werden können.

    Ein Sicherheitsnetz soll aber dafür sorgen, dass die Vorteile nur dann gelten, wenn auch die USA ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen vollständig umsetzen. Darauf hatten sich das Europaparlament und die Staaten nach langem Ringen geeinigt.

    Ein Sprecher der EU-Kommission teilte als Reaktion auf Trumps Drohung mit, Steuern diskriminierten nicht und würden «gleichermassen für alle grossen Unternehmen» gelten, unabhängig von ihrer Herkunft. «Einseitige Massnahmen, die sich gegen solche legitimen politischen Massnahmen richten, sind ungerechtfertigt.»

    Sollten solche Massnahmen ergriffen werden, werde die EU rasch und entschlossen reagieren, um ihre Rechte und ihre regulatorische Autonomie zu verteidigen, hiess es von der EU-Kommission weiter.

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    Kommentare

    User #458 (nicht angemeldet)

    Das ist keine Politik, dass sind höchstens Muskelspiele, was die USA voll führen!

    User #1764 (nicht angemeldet)

    Wann gibt die USA das annektierte Land den Indigenen wieder zurück? 😝

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