In Mosambik haben Regierungstruppen nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef Kindersoldaten befreit, die von Dschihadisten zu Kämpfern ausgebildet wurden.
Szene in einem Vertriebenen-Lager
Szene in einem Vertriebenen-Lager - AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • 3300 Tote und 800.000 Vertriebene in vier Jahren.

Das teilte Unicef-Sprecher James Elder am Dienstag in Genf mit. Elder wollte sich nicht zu der Zahl der Kinder äussern, die befreit wurden - und führte zur Begründung noch laufende Verhandlungen an. Elder betonte, die Kinder seien nicht von ihren Entführern freigelassen worden, vielmehr seien ihnen die Regierungstruppen «zu Hilfe gekommen».

Dschihadistische Gruppen versuchen seit Ende 2017, ein Kaliphat in der Provinz Cabo Delgado zu errichten. Diese Provinz liegt an der Grenze zu Tansania und ist reich an Erdgas, ansonsten aber arm.

In der vergangenen Woche hatte die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) darauf hingewiesen, dass mehrere hundert Kinder von Dschihadisten entführt worden seien. Sie sollten in Lagern zu Kämpfern ausgebildet werden. Nach Elders Angaben gab es auch sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Zwangsverheiratungen.

Die dschihadistischen Kämpfer in Mosambik sind unter dem Namen al-Schabab bekannt. Seit dem Beginn des Aufstandes vor vier Jahren wurden 3300 Menschen getötet und 800.000 weitere vertrieben.

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