Trump erhöht Druck auf Ukraine vor Gesprächen in Genf

Esada Kunic
Esada Kunic

Genève,

Kurz vor den Genfer Verhandlungen fordert US-Präsident Donald Trump die Ukraine zu schnellem Handeln auf. Sie sollte rasch an den Verhandlungstisch kommen.

krieg in der ukraine
Krieg in der Ukraine: Donald Trump erhöht erneut den Druck auf Wolodymyr Selenskyj. - keystone

Kurz vor den Verhandlungen in Genf hat US-Präsident Donald Trump die Ukraine zu schnellem Handeln aufgefordert.

«Die Ukraine sollte besser schnell an den Verhandlungstisch kommen.» Dies sagte Trump am Montag an Bord der Air Force One, wie der «Tagesspiegel» berichtet.

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Die Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA finden heute Dienstag und Mittwoch in Genf statt. Zuvor hatten zwei Gesprächsrunden in Abu Dhabi kein Ergebnis gebracht, wie die «NZZ» schreibt.

Selenskyj pocht auf Sicherheitsgarantien

Die Ukraine will laut Präsident Wolodymyr Selenskyj vor allem Sicherheitsgarantien aushandeln. «Sicherheitsgarantien sind für die Ukraine unerlässlich, das hat die höchste Priorität», sagte er in einer Videobotschaft, zitiert die «NZZ».

Selenskyj warf Russland vor, trotz der Verhandlungen weiterhin Angriffe auf ukrainische Städte zu planen. Laut dem «SRF» warnte er ausserdem vor einem massiven russischen Angriff auf die Energieinfrastruktur der Ukraine.

Auf der Münchner Sicherheitskonferenz hatte Selenskyj zugleich die Verhandlungsbereitschaft der Ukraine betont, berichtet die «NZZ». «Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt.»

Krieg in der Ukraine: Russland fordert Gebietsabtretungen

Die russische Delegation wird in Genf vom ehemaligen Kulturminister Wladimir Medinski angeführt. Aus dem Kreml verlautete laut «Tagesspiegel», die Gespräche müssten auch Gebietsfragen umfassen.

krieg in der ukraine
Selenskyj warnt, Russland bereite auch während der Gespräche neue Angriffe vor. - keystone

Russland fordert einen Rückzug ukrainischer Truppen aus den von ihr kontrollierten Teilen der Gebiete Luhansk und Donezk. Die Ukraine lehnt Gebietsabtretungen kategorisch ab, wie der «Tagesspiegel» schreibt.

Die USA werden in Genf von Sondergesandtem Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vertreten.

Kommentare

User #2806 (nicht angemeldet)

Jetzt hat die Ukraine scheinbar einen guten Lauf. Wieso soll sie Gebiete abtreten? Putin hat ja diesen Krieg nicht gewonnen. Ich kann auch nicht zu meinem Nachbarn gehen und sagen, dass mir jetzt 25% von seinem Grundstück gehört - und wenn er mir das nicht geben will, schlage ich ihn zusammen. Genau das macht dieses russische Verbrecher-Regime. Putins Militär muss aus der Ukraine verschwinden und Reparationen zahlen. So kommt man dem Frieden näher. Wenn Putin, um sich selbst an der Macht zu halten, weiter mordet, dann wird Russland immer tiefer in die Krise schlitten.

User #3472 (nicht angemeldet)

Die Ukraine gewinnt im Moment wieder Gebiet zurück, ohne Trumps Hilfe, mit Unterstützung Europas. Trump will nur eines, die Ukraine an Putin verschachern, damit er in Grönland freie Hand hat. Überhaupt sollte sich Trump samt Maga endlich raushalten.

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