Frederiksen: Ukraine soll Patriots erhalten

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Ukraine,

Die westlichen Länder könnten nach Meinung der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen durchaus mehr Patriot-Flugabwehrraketen an die Ukraine liefern. «Sofern der politische Wille dazu da ist», fügte sie im Gespräch mit dänischen Medien bei ihrem Besuch in Kiew hinzu. Ohne bestimmte Länder zu nennen, meinte sie, dass durchaus mehr Unterstützung für Kiew im Bereich der Flugabwehr getan werden könne. «Wenn wir das nicht tun, steht der Ukraine ein Winter bevor, in dem die Russen unerbittlich zuschlagen, bombardieren – auch mit ballistischen Raketen – und viele Menschen töten werden», sagte sie.

Mette Frederiksen
Dänemarks Premierministerin Mette Frederiksen. - keystone

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in den vergangenen Wochen wiederholt um dringende Lieferung von Patriot-Raketen gebeten, da die ukrainischen Bestände aufgebraucht seien. Russland nutzt dies aus, um Kiew und andere Städte der Ukraine mit ballistischen Raketen anzugreifen. Patriots sind bisher das einzige Mittel zur Raketenabwehr.

Der finnische Präsident Alexander Stubb, der ebenfalls zu dem Treffen baltischer und nordischer Staaten zum Tag der Staatsflagge der Ukraine nach Kiew gereist war, berichtete auf der Plattform X von einer Reihe von neu unterzeichneten Abkommen. Unter anderem habe die finnisch-norwegische Rüstungsfirma Patria ein entsprechendes Abkommen mit der Ukraine unterschrieben.

Selenskyj hob die enge Zusammenarbeit der nordischen und baltischen Staaten mit der Ukraine hervor. «Sie alle wissen sehr gut, was derzeit in der Ukraine geschieht, kennen alle Details und wissen auch, was Russland für diesen Herbst vorbereitet und – was noch wichtiger ist – was es für diesen Winter vorbereitet», sagte er. Er hob den Bedarf an Flugabwehrraketen hervor. «Jede Rakete rettet Leben.» Zugleich forderte er ein Sanktionspaket auf EU-Ebene, mit dem der Bau von ballistischen Raketen in Russland erschwert werden sollte. Nach ukrainischen Erkenntnissen verwenden russische Rüstungsfirmen für diese Waffen weiter wichtige Bauteile aus westlichen Ländern.

Frederiksen erklärte, dass sie gemeinsam mit baltischen und nordischen Kollegen verschiedene Themen mit Selenskyj erörtert habe. Im Vordergrund habe die Frage gestanden, politischen Druck zur Lieferung von Patriots auszuüben. «Das ist politische Routinearbeit», sagte sie.

Zudem sei angesprochen worden, wie man die Ukraine – aber auch den Rest Europas – gegen ballistische Raketen aus Russland verteidigen könne. «Wenn die Russen ballistische Raketen in einem Land einsetzen können, können sie diese irgendwann auch in einem anderen Land einsetzen, und deshalb müssen wir eine noch stärkere Luftabwehr rund um Europa aufbauen.»

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Kommentare

User #5947 (nicht angemeldet)

Fredriksen sollte sich besser um diesen Typen kümmern, der ständig "hello Greenland!" sagt statt kluge Reden zu schwingen, die niemand braucht!

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