Trump will Ginsburg-Nachfolge am Freitag oder Samstag nominieren

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USA,

US-Präsident Donald Trump will bereits am Freitag oder Samstag eine Nachfolge für Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg (†87) nominieren.

ruth bader ginsburg
Ruth Bader Ginsburg spricht während einer Diskussion zum 100. Jahrestag der Ratifizierung des 19. Zusatzartikels. - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Die US-Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ist gestorben.
  • Donald Trump will bereits am Freitag oder Samstag einen Nachfolger nominieren.
  • Der US-Präsident will vor der Präsidentenwahl über die Nachfolge abstimmen.

Die liberale Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg ist letzten Freitag gestorben. Nun will US-Präsident Donald Trump schon am Freitag oder Samstag seinen Kandidaten für die Nachfolge nominieren.

Trump sagte dem US-Fernsehsender Fox News am Montag: Der von den Republikanern dominierte Senat solle noch vor der Präsidentenwahl Anfang November über die Personalie abstimmen.

Donald Trump
«Hund» nutzt er gerne als Schimpfwort: US-Präsident Donald Trump. - dpa

Die oppositionellen Demokraten hatten eine andere Forderung: Den Senat erst nach der Wahl über die Neubesetzung des Postens am Obersten Gericht abstimmen zu lassen. Dies wies Trump zurück.

«Die abschliessende Abstimmung sollte vor der Wahl stattfinden. Wir haben jede Menge Zeit dafür», sagte er. Die Verfassungsrichter werden zwar vom Präsidenten nominiert, doch muss der Senat zustimmen.

Biden will nicht vor Wahlen über Ginsburg-Nachfolge abstimmen

Der oppositionelle Präsidentschaftskandidat Joe Biden hatte eindringlich an den Senat appelliert, nicht mehr vor der Wahl über die Ginsburg-Nachfolge abzustimmen. Das Vorhaben Trumps, den vakanten Posten möglichst schnell mit einem konservativen Nachfolger zu besetzen, kritisierte Biden als «Machtmissbrauch».

Joe Biden
US-Präsident Joe Biden könnte tausende Soldaten entsenden. - Keystone

Die Besetzung des Obersten Gerichts ist in den USA von höchster politischer Brisanz. Wegen der starken Polarisierung des Landes hat der Supreme Court häufig in Schlüsselfragen das letzte Wort. Dabei geht es von der Abtreibung über den Waffenbesitz bis hin zur Todesstrafe.

Trump ernannte bereits zwei konservative Richter

Zudem werden die Verfassungsrichter auf Lebenszeit ernannt, womit ihre Nominierung durch den Präsidenten potenziell Auswirkungen für Jahrzehnte hat. Trump hat in seiner Amtszeit bereits zwei konservative Richter an den Supreme Court ernannt. Er stellte damit ein Übergewicht der Konservativen im neunköpfigen Richterkollegium her. Durch einen weiteren Konservativen könnte dieses Übergewicht für lange Zeit zementiert werden.

Ginsburg war am Freitag im Alter von 87 Jahren an Krebs gestorben. Sie war eine von vier verbliebenen Linksliberalen in dem Richterkollegium.

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