UN-Mitarbeitern und Helfern droht Todesstrafe im Jemen
Die Huthi-Behörden im Jemen verfolgen laut Menschenrechtsaktivisten mindestens acht Mitarbeiter der Vereinten Nationen und von Hilfsorganisationen strafrechtlich wegen angeblicher Spionage.

Den Betroffenen drohe im Falle einer Verurteilung die Todesstrafe, teilten Amnesty International und Human Rights Watch mit. Sicherheitskräfte übergaben laut den beiden Menschenrechtsorganisationen zwei UN-Mitarbeiter, einen UN-Berater sowie fünf Beschäftigte internationaler und lokaler Hilfsorganisationen an die Sonderstaatsanwaltschaft in Sanaa. Die Festgenommenen arbeiteten zuvor in Bereichen wie Gesundheit, Menschenrechte und humanitäre Hilfe.
Allen acht Inhaftierten sei ein angemessener Zugang zu ihren Anwälten verwehrt worden, hiess es weiter. Einige Familienangehörige berichteten, die Inhaftierten seien unter Folter oder Androhung von Folter gezwungen worden, Spionagevorwürfe zu gestehen. Die Huthi, die Impfungen ablehnen, hätten versucht, einen Mann dazu zu zwingen, zuzugeben, dass Impfstoffe «nichts als Spionagewerkzeuge» seien und dass er «ein von der Weltgesundheitsorganisation rekrutierter Spion» sei.
Die strafrechtliche Verfolgung ist laut den beiden Menschenrechtsorganisationen die jüngste Eskalation im Vorgehen der Huthi-Behörden gegen die Zivilgesellschaft in dem von ihnen kontrollierten Teil des Jemens. Amnesty International und Human Rights Watch forderten die Huthi-Behörden auf, die acht Menschen sofort freizulassen.










