Ausschreitungen bei Schulprotesten in Belgien
Bei Schulprotesten in Belgien ist es zu Ausschreitungen mit mehreren Verletzten gekommen. In Lüttich seien am Montag 22 Polizeibeamte leicht verletzt worden, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga. Teilnehmer hätten die Polizei etwa mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen.

Den Berichten zufolge kam es zu Strassenblockaden, kleinen Bränden und eingeschlagenen Fensterscheiben. Gegen die Demonstranten seien ein Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt worden. Den Angaben nach versammelten sich mehr als tausend Demonstrantinnen und Demonstranten, um ihren Unmut über das Schulsystem auszudrücken.
Seit dem Start der Proteste am vergangenen Donnerstag wurden etliche Personen festgenommen, darunter auch 17 Minderjährige.
Feuerwerkskörper verletzt 15 Grundschulkinder in Hannuit
In Hannuit wurden am Montagmorgen während eines Schulprotests laut Belga 15 Grundschulkinder durch Feuerwerkskörper leicht verletzt. Sie wurden demnach von fliegenden Funken getroffen. In der Folge sei ein Jugendlicher festgenommen worden.
250 Demonstrierende zogen den Angaben nach durch die Strassen Hannuits und protestierten vor grossen Schulen. Auch sie kämpften den Berichten zufolge für bessere Gebäude, Lernbedingungen und angepasste Uhrzeiten. Im Zentrum stehe aber insbesondere die Forderung, gehört zu werden, berichtete der belgische Rundfunksender BRF.
Proteste in Frankreich halten an
Seit Tagen machen Schülerinnen und Schüler an Frankreichs Gymnasien ihrem Ärger über marode Schulgebäude und zu wenig Lehrpersonal Luft. Mittlerweile wird auch an Universitäten demonstriert.
Immer wieder kam es bei den Protesten auch zu Ausschreitungen. Dem Innenministerium zufolge schlagen die Proteste in «städtische Unruhe» um. Einsatzkräfte würden angegriffen, Brände gelegt und Zerstörung angerichtet. Tausende Menschen wurden festgenommen.










