Haft

    Fünf Zivilisten nach israelischer Haft zurück im Libanon

    Keystone-SDA
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    Libanon,

    Fünf Zivilisten sind nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) aus israelischer Haft in den Libanon überstellt worden.

    Israel-Krieg
    Im Libanon schlagen immer wieder israelische Raketen als Reaktion auf Hisbollah-Angriffe ein. - keystone

    Die israelische Armee hatte sie im Südlibanon festgenommen. Weil es sich bei ihnen aber um Zivilisten handele, gebe es «keinen Grund, sie weiter in Israel festzuhalten» hatte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Donnerstag mitgeteilt. Eine der freigelassenen Personen kehrte bereits am Donnerstag zurück in den Libanon. Die übrigen vier wurden laut IKRK am Freitag überstellt.

    Das IKRK erklärte, viele Familien im Libanon warteten weiterhin auf Informationen über das Schicksal von Angehörigen, die möglicherweise inhaftiert, getötet oder vermisst seien. Seit Oktober 2023 habe das IKRK keinen Zugang mehr zu Menschen, die in israelischen Haftanstalten festgehalten werden, darunter auch libanesische Staatsbürger. Das IKRK sei mit den israelischen Behörden im Kontakt, um seine Arbeit in den Haftanstalten unverzüglich wieder aufnehmen zu können.

    Unter den Freigelassenen war nach Angaben der Familie auch der 32-jährige Hussein Ajasch aus dem südlibanesischen Dorf Haruf. Die Familie habe drei Monate lang nicht gewusst, was mit ihm geschehen sei, sagte sein Vater der Nachrichtenagentur dpa. Die Familie habe widersprüchliche Informationen erhalten. Einige hätten gesagt, Hussein sei verletzt worden, andere, er sei getötet worden. «Gestern haben wir seinen Namen in den Nachrichten gehört», sagte Abdullah. Zunächst habe er die Nachricht nicht glauben können und gedacht, es müsse eine Verwechslung gegeben haben.

    Als Hintergrund für die Freilassung hatte Netanjahus Büro auch umfangreiche Massnahmen sowohl von libanesischer als auch von israelischer Seite genannt, um im Libanon Leichen von Mitgliedern der jüdischen Gemeinde im Land zu suchen. Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde seien Mitte der 1980er Jahre von Terrororganisationen entführt und ermordet worden.

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