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    Senat beginnt mit Anhörungen von designierter Verfassungsrichterin

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    USA,

    Noch drei Wochen sind es bis zu den Präsidentschaftswahlen in den USA. Zuvor möchte Donald Trump den Posten der Verfassungsrichterin neu besetzen.

    Designierte Verfassungsrichterin Barrett
    Designierte Verfassungsrichterin Barrett - POOL/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der Senat hat mit den Anhörungen von Amy Coney Barrett begonnen.
    • Donald Trump möchte den Posten noch vor den Wahlen neu besetzen.
    • Es wird erwartet, dass Barrett vom Senat bestätigt wird.

    Rund drei Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hat der Senat mit den Anhörungen der designierten Verfassungsrichterin Amy Coney Barrett begonnen. Die konservative Juristin erschien am Montag vor dem Justizausschuss der Kongresskammer. Sie wird sich mehrere Tage lang den Fragen der Senatoren stellen.

    Die Republikaner im Senat wollen die 48-jährige Katholikin noch vor der Präsidentschaftswahl für das Amt am obersten US-Gerichtshof bestätigen. Die Abschlussabstimmung ist für den 22. Oktober geplant.

    Demokraten reagieren mit Unverständnis

    Das sorgt bei den oppositionellen Demokraten für Empörung: Sie haben vergeblich verlangt, dass die Personalie erst nach der Wahl entschieden wird. 2016 hatten die Republikaner im Senat monatelang die Neubesetzung eines vakanten Supreme-Court-Postens blockiert.

    Donald Trump
    «Im Krieg passieren seltsame Dinge», sagt Donald Trump. (Archivbild) - dpa

    Dies mit dem Argument, die Wähler sollten indirekt über die Präsidentschaftswahl ein Mitspracherecht bekommen. Trump konnte den Posten am mächtigen obersten Gerichtshof dann nach seinem Wahlsieg besetzen.

    Trump gewinnt religiöse Rechte als Wähler

    Mit Barrett kann Trump nun bereits den dritten Posten am Supreme Court seit seinem Amtsantritt füllen. Der Republikaner hatte die konservative Bundesrichterin Ende September als Nachfolgerin für die verstorbene liberale Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg nominiert. Es war ein klares Signal an wichtige Wählergruppen des Präsidenten, insbesondere die religiöse Rechte.

    Denn dort geniesst Barrett grosses Ansehen. Die strenggläubige Katholikin ist strikte Abtreibungsgegnerin. Sie setzt sich für das Recht auf Waffenbesitz ein und ist in der Vergangenheit gegen die Gesundheitsreform von Obama vorgegangen.

    Richterkandidatin Barrett
    Amy Coney Barrett ist strikte Abtreibungsgegnerin. - dpa

    Die Demokraten warnen, bei einer Bestätigung Barretts stehe das Recht auf Abtreibungen auf dem Spiel. Zudem sei auch die Krankenversicherung für Millionen US-Bürger in Gefahr.

    Dominanz würde auf Jahre hinaus festgelegt

    Da Trumps Republikaner im Senat eine Mehrheit stellen, gilt Barretts Bestätigung im Amt als nahezu sicher. Damit würde die konservative Mehrheit am Supreme Court von bislang fünf zu vier Richtern auf sechs zu drei ausgeweitet. Weil Verfassungsrichter auf Lebenszeit nominiert werden, würde die konservative Dominanz auch auf Jahre festgelegt.

    Bei Barretts Anhörungen wird mit besonderer Spannung das Auftreten der demokratischen Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris erwartet, die derzeit Senatorin ist. Sie hatte 2018 mit der hartnäckigen Befragung des designierten Verfassungsrichters Brett Kavanaugh für Aufsehen gesorgt.

    kamala harris
    Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris. - AFP/Archiv

    Die Nominierung Barretts hat auch aus einem weiteren Grund für Aufsehen gesorgt: Ihre Vorstellung im Rosengarten des Weissen Hauses durch Präsident Trump im September gilt als Superspreader-Event in der Corona-Pandemie. In den Tagen nach der Zeremonie wurden zahlreiche Teilnehmer positiv getestet - unter ihnen Trump selbst.

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