Seehofer rechnet mit Kooperation Russlands bei Ermittlungen zum Tiergartenmord

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Deutschland,

Trotz der schweren diplomatischen Krise zwischen Russland und Deutschland im Zusammenhang mit dem Mord an einem Georgier in Berlin hat sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zuversichtlich gezeigt, dass Russland bei den Ermittlungen kooperiert.

Seehofer Anfang Dezember bei der Innenministerkonferenz
Seehofer Anfang Dezember bei der Innenministerkonferenz - dpa/dpa/picture-alliance

Das Wichtigste in Kürze

  • Innenminister: Behörden nutzen «verlässliche Kanäle» zu russischen Partnern.

«Es gibt die begründete Hoffnung auf eine Unterstützung unserer Ermittlungen und auf belastbare Hinweise von der russischen Seite», sagte Seehofer dem Nachrichtenmagazin «Spiegel».

Der Innenminister hob laut dem am Sonntag veröffentlichten Bericht hervor, es gebe bereits erste Zeichen, dass Russland die Blockadehaltung gegenüber den deutschen Ermittlern aufgebe. «Unsere Behörden nutzen ihre verlässlichen Kanäle zu den russischen Partnern», sagte Seehofer. Details über die Kontakte zwischen Berlin und Moskau wollte er laut «Spiegel» nicht nennen.

Im Kleinen Tiergarten in Berlin war im August ein 40-jähriger Georgier erschossen worden. Anfang Dezember übernahm die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen gegen den 54-jährigen Tatverdächtigen. Die Behörde geht dem Verdacht nach, dass der Mann im August im Auftrag staatlicher Stellen Russlands oder Tschetscheniens getötet wurde.

Die Ermittlungen belasten das Verhältnis von Russland und Deutschland schwer. Nach der Ausweisung zweier russischer Diplomaten aus Deutschland kündigte Russland an, dass auch zwei deutsche Diplomaten das Land verlassen müssen.

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