Die regierenden Sozialdemokraten haben die Landtagswahl im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern laut Prognosen klar gewonnen.
dpatopbilder - Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, hebt den Daumen nach den ersten Prognosen. Die Sozialdemokraten haben die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern laut Prognosen klar gewonnen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa
dpatopbilder - Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und Spitzenkandidatin der SPD für die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, hebt den Daumen nach den ersten Prognosen. Die Sozialdemokraten haben die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern laut Prognosen klar gewonnen. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa - sda - Keystone/ZB/Jens Büttner

Das Wichtigste in Kürze

  • Die SPD bleibt weiterhin führend in Mecklenburg-Vorpommern.
  • Demnach kam die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 39 Prozent der Stimmen

Die regierenden Sozialdemokraten haben die Landtagswahl im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg-Vorpommern laut Prognosen klar gewonnen.

Demnach kam die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 39 Prozent der Stimmen, ein deutliche Zuwachs zur Wahl 2016 (30,6 Prozent). Die mitregierenden Christdemokraten fielen auf 14 Prozent (2016: 19,0) zurück. Die rechtspopulistische AfD kam als zweitstärkste Kraft auf 17 Prozent (2016: 20,8).

Die Linke erzielte 10 Prozent (2016: 13,2), die Grünen 6,5 Prozent (2016: 4,8) und die FDP 6,0 Prozent (2016: 3,0). Schwesig könnte damit die bisherige schwarz-rote Koalition fortsetzen. Die Landtagswahl fand zeitgleich zur Bundestagswahl statt.

Das starke SPD-Ergebnis dürfte auch auf die Popularität Schwesigs zurückgehen, eine von nur zwei weiblichen Regierungschefs in den 16 deutschen Bundesländern. Die 47-jährige zweifache Mutter hatte das Amt 2017 während der vergangenen Wahlperiode von ihrem Parteifreund Erwin Sellering übernommen, der sich wegen einer Krebserkrankung zurückzog. Von 2008 bis 2013 war Schwesig im Nordosten bereits Landesministerin, anschiessend bis 2017 Bundesfamilienministerin. Ihr mutiger Kampf gegen eine eigene Krebserkrankung dürfte Schwesigs Popularität noch gesteigert haben.

Mecklenburg-Vorpommern ist trotz Ostseetourismus eines der ärmsten deutschen Bundesländer. Mit nur 1,6 Millionen Einwohnern auf gut 23 000 Quadratkilometern Fläche ist es sehr dünn besiedelt.

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