«Zugzwang»: So erklärt SVP Zug Aeschis Kandidatur ohne dessen Zusage
Heute Freitag um 12 Uhr läuft die Frist für die Kandidaturen zur Nachfolge von SVP-Bundesrat Guy Parmelin aus. Wir halten dich im Live-Ticker auf dem Laufenden.
Im Überblick
- So erklärt SVP Zug Aeschis Kandidatur ohne dessen Zusage
- Walliser Doppelpack: Neben Graber will auch Ruppen in den Bundesrat
- Nächste Kandidatur: Auch Michael Graber will Bundesrat werden
- SVP Zug nominiert Aeschi – wird er kandidieren?
- Thomas Matter verzichtet auf eine Bundesratskandidatur
- Der Überblick: Diese SVP-Politiker wollen in den Bundesrat – diese nicht
Die SVP Zug hat am Freitagmorgen, wenige Stunden vor Ablauf der Frist, SVP-Fraktionspräsident Thomas Aeschi als Bundesratskandidaten nominiert. Ob er die Kandidatur annimmt, ist allerdings noch offen.
In einer Mitteilung bedankt sich Aeschi für das Vertrauen. Er kündigt «intensive Gespräche» mit seiner Familie, seinen Fraktionskollegen und Politikern anderer Parteien in den nächsten Wochen an.

Warum zögert Aeschi mit seiner Entscheidung, obwohl die Frist kurz vor dem Ablauf steht?
Heute kommt keine Antwort mehr
Philip C. Brunner, Präsident der SVP Kanton Zug, bestätigt, dass Aeschi bisher weder zu- noch abgesagt habe. «Heute ist auch keine Antwort mehr zu erwarten», sagt er zu Nau.ch.
«Wir sind als Partei unter Zugzwang geraten. Wir haben die Unterlagen eingereicht, um Herrn Aeschi einen Slot zu sichern», erklärt Brunner.
Bei der SVP müssen die Kantonalparteien die Kandidaturen einreichen, nicht die Kandidaten selbst.
Damit wird Aeschi wie die anderen Kandidaten zu Gesprächen vor der Findungskommission eingeladen. Ob er tatsächlich kandidiert, wisse Brunner nicht. «Wir sind aber zuversichtlich.»
Auch der Walliser Staatsrat Franz Ruppen will Guy Parmelin als Bundesrat beerben.
Das gab das Walliser SVP-Regierungsmitglied an einer gemeinsamen Medienkonferenz mit dem ebenfalls kandidierenden Nationalrat Michael Graber am Freitag in Bern bekannt.
Im Rennen um die Nachfolge von Guy Parmelin kommt Bewegung auf: Am Freitagmorgen hat auch der Walliser SVP-Nationalrat Michael Graber seine Kandidatur bekannt gegeben.

«Ich rechne mir intakte Chancen aus, von der SVP offiziell nominiert zu werden», sagte er gegenüber den Zeitungen von Tamedia.
Die Parteileitung der SVP Kanton Zug nominiert Thomas Aeschi für die Ersatzwahl in den Bundesrat vom 9. Dezember 2026. Sein persönlicher Entscheid über eine Kandidatur steht noch aus.

Thomas Aeschi zeigt «grossen Respekt und tiefe Demut vor dem Amt als Bundesrat». Er sagt: «Ich danke der Kantonalpartei für das in mich gesetzte Vertrauen. Bevor ich der Findungskommission mitteilen kann, ob ich mich für das Amt als Bundesrat erneut zur Verfügung stelle, werde ich in den kommenden Wochen intensive Gespräche führen.»
Als Mitglied der Findungskommission wird Matter in den Ausstand treten. 2015 war Aeschi bei der Wahl zum Bundesrat noch gescheitert – gegen Guy Parmelin.
Nächste prominente Absage in der SVP für die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin: Nationalrat Thomas Matter stellt sich für die Wahl nicht zur Verfügung.
Vor Matter hatte aus dem Kanton Zürich bereits Nathalie Rickli abgesagt. Damit wird sich im Dezember kein Zürcher zur Wahl stellen.

Domenik Ledergerber, Präsident der SVP des Kantons Zürich: «Die SVP des Kantons Zürich verzichtet darauf, der Findungskommission einen Wahlvorschlag zu unterbreiten.»
Heute Freitag endet um 12 Uhr die Frist der SVP Schweiz für die Anmeldung von Kandidaturen zur Bundesratsnachfolge von Guy Parmelin. Wir zeigen im Überblick welche Kandidaten noch im Rennen sind und welche nicht.
Sie wollen in den Bundesrat:
- Céline Amaudruz, Nationalrätin aus Genf
- Rémy Wyssmann, Nationalrat aus Solothurn
- Pierre Alain Schnegg, Regierungsrat Kanton Bern
- Marco Chiesa, Ständerat Kanton Tessin
Sie überlegen noch:
- Thomas Aeschi, Nationalrat Zug
- Jean-Pierre Gallati, Regierungsrat Aargau
- Benjamin Giezendanner, Nationalrat Aargau
- Michael Graber, Nationalrat Wallis
- Franz Ruppen, Staatsrat Wallis
Sie haben abgesagt:
- Franz Grüter, Nationalrat Luzern
- Nicolas Kolly, Nationalrat Freiburg
- Christian Imark, Nationalrat Solothurn
- Pascal Schmid, Nationalrat Thurgau
- André Rüegsegger, Regierungsrat Schwyz
- Natalie Ricki, Regierungsrätin Zürich
- Esther Friedli, Ständerätin St. Gallen
- Gregor Rutz, Nationalrat Zürich
- Magdalena Martullo-Blocher, Nationalrätin Graubünden
- Marcel Dettling, Nationalrat Schwyz (Parteipräsident)















