Papst hat Briefwahl für Midterms beantragt
Er will wählen: Der US-Amerikaner Papst Leo XIV. hat Berichten zufolge die Briefwahl für die Midterms beantragt.

Das Wichtigste in Kürze
- Papst Leo hat laut US-Medien Briefwahlunterlagen für die Parlamentswahlen beantragt.
- Sein Verhältnis zu US-Präsident Donald Trump gilt nach gegenseitiger Kritik als angespannt.
- Dem Papst wurde Mitte Oktober ein Lungentumor entfernt, der sich als bösartig herausstellte.
Papst Leo XIV. hat Medienberichten zufolge Briefwahlunterlagen für die Midterms am kommenden Dienstag in den USA beantragt.
Der gebürtige US-Amerikaner heisst bürgerlich Robert Francis Prevost. Er habe den Antrag bereits Anfang Oktober im Bundesstaat Illinois gestellt.
Das berichten die «Chicago Sun Times» und der Sender NBC News. Sie berufen sich auf die Behörden im Bezirk Will County bei Chicago.
Bislang sei aber kein ausgefüllter Stimmzettel des Papstes eingegangen, berichtete der Sender NBC News.
Papst mit angespanntem Verhältnis zu Trump
Bei den Parlamentswahlen am Dienstag, 3. November, werden alle Sitze im Repräsentantenhaus neu vergeben. Auch ein Teil der Sitze im Senat steht zur Wahl.
Die Republikaner von US-Präsident Donald Trump ringen darum, ihre knappen Mehrheiten dort zu verteidigen.
Das Verhältnis zwischen den aktuellen Staatsoberhäuptern des Vatikans und der USA gilt als angespannt.
Mehrfach hatte Leo Trumps Politik in der Vergangenheit kritisiert – etwa zu Pressefreiheit, Migration und dem Iran-Krieg.
Leo erster US-Amerikaner an der Spitze der katholischen Kirche
Trump hatte den Pontifex daraufhin mehrfach scharf persönlich angegriffen. Eine direkte Begegnung der beiden hat es bislang nicht gegeben.
Der 71-jährige Leo wurde in Chicago geboren. Er wurde am 8. Mai 2025 zum 267. Papst gewählt.
Er ist damit der erste US-Amerikaner an der Spitze der katholischen Kirche. Neben der US-Staatsbürgerschaft besitzt er auch die Staatsbürgerschaften von Peru, wo er lange als Geistlicher tätig war, und des Vatikans.
Mitte Oktober wurde Leo der untere Lappen seines rechten Lungenflügels entfernt, in dem sich ein Tumor befand.
Dieser stellte sich als sogenanntes Lungenadenokarzinom heraus, laut Experten die häufigste Form von Lungenkrebs.














