FPÖ

    Österreich: Starke Kritik an neuer ÖVP-FPÖ-Landesregierung

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Österreich,

    Begleitet von Demonstrationen und Kritik ist die neue Landesregierung aus konservativer ÖVP und rechter FPÖ in Niederösterreich am Donnerstag vereidigt worden.

    Fehler Mikl-Leitner fpö
    Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei einer Pressekonferenz. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Österreichs neue ÖVP-FPÖ-Landesregierung sorgt für Kritik.
    • Dennoch fand heute Donnerstag die Vereidigung statt.
    • Es kam zu Demonstrationen.

    Ministerpräsidentin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wurde im Landtag in St. Pölten ohne FPÖ-Stimmen für eine weitere Amtszeit gewählt. Die Rechten hatten die Landeschefin im Wahlkampf für «Asylchaos, Korruption und Preisexplosion» verantwortlich gemacht. Bei der Landtagswahl in Österreichs wählerstärkstem Bundesland im Januar hatte die Kanzlerpartei ÖVP ihre absolute Mehrheit verloren.

    Die Zwecks-Allianz kam zustande, nachdem Gespräche zwischen der ÖVP und der sozialdemokratischen SPÖ gescheitert waren. Das Arbeitsübereinkommen von ÖVP und FPÖ hat breite Kritik hervorgerufen. Zu den Plänen zählen unter anderem die Zurückzahlung Corona-Strafen, die vom Verfassungsgerichtshof als gesetzwidrig erkannt wurden. Sowie eine Deutsch-Pflicht in Schulen auch in den Pausen.

    FPÖ fördere «Politik der Ausgrenzung»

    Viele Juristen, darunter Verfassungsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP), bezweifeln, dass die Zurückzahlung von Corona-Strafen rechtlich möglich ist. Naturwissenschaftler kritisierten in einem offenen Brief, dass die FPÖ «eine Politik der Ausgrenzung, des Rassismus und der Wissenschaftsfeindlichkeit» fördere.

    Im Koalitionspakt wird im Kapitel «Integration» angekündigt, das Land für Wirtschaftsmigranten «möglichst unattraktiv zu machen». Ein Plan zur Deutsch-Pflicht in den Pausen war im benachbarten Oberösterreich vor Jahren aus verfassungsrechtlichen Gründen gescheitert.

    Am Mittwochabend und Donnerstagmorgen versammelten sich laut Polizei in St. Pölten insgesamt etwa 800 Demonstranten, die unter anderem gegen Rassismus und für Menschenrechte protestierten.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    Herbert Kickl
    148 Interaktionen
    Niederösterreich
    fpö antrag
    4 Interaktionen
    Coronapandemie
    karl nehammer
    6 Interaktionen
    Wahl Niederösterreich

    MEHR IN POLITIK

    St. Gallen
    Cédric Wermuth
    32 Interaktionen
    SP-Chef

    MEHR FPÖ

    Heinz-Christian Strache
    1 Interaktionen
    Wien
    13 Interaktionen
    Klagenfurt

    MEHR AUS ÖSTERREICH

    Joachim Lottmann
    2 Interaktionen
    Krebserkrankung
    Neubiberg/Wien
    tweaser
    Scheidet aus
    odermatt
    65 Interaktionen
    Sölden-Riesen