Orbán will seine Partei grundlegend neu aufstellen
Nach seiner Wahlniederlage hat Ungarns scheidender Ministerpräsident Viktor Orbán eine umfassende Neuaufstellung seiner Partei Fidesz angekündigt.

Ungarns scheidender Ministerpräsident Viktor Orbán hat nach seiner Wahlniederlage eine tiefgreifende Neuaufstellung seiner Partei Fidesz angekündigt.
«Wir können nicht so weitermachen», sagte er in seinem ersten Interview seit der Abstimmung, wie der «ORF» berichtet.
Das Gespräch wurde live auf dem YouTube-Kanal Patriota übertragen. Laut «ORF» betreffe die geforderte Erneuerung nicht nur Fidesz, sondern das gesamte rechte Lager in Ungarn.
Klare Niederlage mit historischem Ausmass
Die konservative Tisza-Partei von Oppositionsführer Péter Magyar errang bei der Parlamentswahl eine Zweidrittelmehrheit, wie «heute.at» meldet. Magyar übernimmt damit nach 16 Jahren die Nachfolge des EU-kritischen und kremlfreundlichen Ministerpräsidenten.
Die «Weltwoche» berichtet, dass Tisza 138 der 199 Parlamentssitze gewann, während Fidesz auf 55 Mandate zurückfiel.
Orbán beschrieb die Stimmung nach der Wahl in persönlichen Worten: «Ich fühlte Schmerz und Leere», wird er von der «Weltwoche» zitiert.
Orbán übernimmt volle Verantwortung
Als Parteivorsitzender übernehme er die «volle Verantwortung», sagte der scheidende Ministerpräsident laut «ORF». Er fügte hinzu, er versuche, «irgendwie diesen Schock zu überwinden».

Einen Rückzug aus der Politik schliesst Orbán dennoch aus, wie die «Weltwoche» festhält. Er stellte klar, er werde sich künftig in jede Rolle fügen, die seine Anhänger von ihm verlangten.
Laut «Weltwoche» sind personelle Veränderungen sowie eine Neuaufstellung der Parlamentsfraktion vorgesehen. Eine Parteiversammlung ist für Ende April angesetzt.












