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Netanjahu: Israel lehnt Gaza-Fahrplan ab

Keystone-SDA
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Israel,

Israel weist den Fahrplan des Gaza-Friedensrats für eine Entwaffnung der islamistischen Terrororganisation Hamas und einen Abzug Israels aus dem Gazastreifen zurück.

Netanjahu bei einem Termin in Jerusalem Ende Mai
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu. - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Friedensrat plant eine Übergangsverwaltung mit internationaler Stabilisierungstruppe.
  • Israel fordert, dass Hamas-Waffen vollständig aus dem Gazastreifen verschwinden.
  • Hamas knüpft die Abgabe schwerer Waffen an Israels Abzug und einen Palästinenserstaat.

«Israel lehnt das 15-Punkte-Dokument ab», sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu während einer Kabinettssitzung in Jerusalem.

«Die israelische Armee wird keinerlei Abzug vollziehen, bis die Hamas entwaffnet ist», sagte Netanjahu ferner.

Dabei beziehe er sich ausdrücklich auf alle Waffen, nicht nur schwere. Ausserdem bekräftigte der Regierungschef seine Ablehnung eines unabhängigen palästinensischen Staates.

Der Friedensrat hatte bereits mitgeteilt, man erwarte von Israel erst nach einer Entwaffnung der Hamas einen kompletten Abzug aus Gaza.

Israel und die Hamas sollen die Kämpfe einstellen

Nach dem Fahrplan des Friedensrats sollen Israel und die Hamas die Kämpfe einstellen.

Eine palästinensische Übergangsverwaltung soll mit Unterstützung einer internationalen Stabilisierungstruppe die Kontrolle über Verwaltung und Sicherheit übernehmen.

Zudem ist ein Abzug der israelischen Armee vorgesehen. Die von der Hamas unter internationaler Aufsicht übergebenen Waffen sollen anschliessend unter palästinensischer Kontrolle bleiben. Dies lehnt Israel jedoch ab und fordert, die Waffen müssten aus dem Palästinensergebiet entfernt werden.

Glaubst du, dass Trumps Gaza-Einigung zur Hamas-Entwaffnung tatsächlich umgesetzt wird?

Die Hamas machte die Abgabe schwerer Waffen von mehreren Bedingungen abhängig. Darunter dem Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen und der Gründung eines palästinensischen Staates.

Im Zuge eines von US-Präsident Donald Trump vermittelten Friedensplans war ein international besetztes «Board of Peace» ins Leben gerufen worden.

Dieses soll gemäss seiner Charta den Wiederaufbau des Gazastreifens und die Nachkriegsordnung im grossflächig zerstörten Küstengebiet überwachen soll.

Kommentare

User #5990 (nicht angemeldet)

Seit der Gründung des Staates ist Israel quasi immer im Krieg - demnächst der 80-jährige Krieg!

User #2535 (nicht angemeldet)

Er will den Wiederaufbau im Gaza schon, aber ohne Palästinenser und unter israelischer Flagge. Wie alle bösen Kriegstreiber, die Gier nach mehr Land und Macht und Geld.

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