Ugandas Parlament billigt Truppenentsendung in den Gazastreifen
Ugandas Parlament billigt die Entsendung von Soldaten in den Gazastreifen. Sie sollen dort Teil der Internationalen Stabilisierungstruppe sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Uganda will Truppen nach Gaza entsenden, das Parlament billigt den Vorschlag.
- Die Soldaten sollen Teil der Internationalen Stabilisierungstruppe sein.
- Uganda zählt zu den grössten Truppenstellern für Friedensmissionen.
Das ugandische Parlament hat die Entsendung von Soldaten in den Gazastreifen als Teil der Internationalen Stabilisierungstruppe (ISF) gebilligt. In einer Sitzung am Donnerstag stimmten die Abgeordneten einem Antrag der Regierung zu, wonach ein Kontingent der Uganda People's Defence Force (UPDF) entsendet werden soll.
Die Internationale Stabilisierungstruppe soll künftig für Sicherheit im Gazastreifen sorgen und ist Teil der Bemühungen unter Federführung von US-Präsident Donald Trump, den Gaza-Krieg beizulegen. Bislang haben auch Marokko, Indonesien und Albanien bereiterklärt, sich zu beteiligen.

Wann der Einsatz der Truppe beginnen soll, ist derzeit noch offen. Das israelische Sicherheitskabinett erteilte Ende Juli eine Genehmigung, damit ein Teil der ISF sowie auch Vertreter der palästinensischen Übergangsverwaltung demnächst in einem begrenzten Bereich in Rafah im Süden des Gazastreifens ihre Arbeit aufnehmen können. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eine Waffenruhe, es kommt aber immer wieder zu tödlichen Angriffen.
Bei der Opposition Ugandas traf die Entscheidung auf Kritik. Der verteidigungspolitische Sprecher der Opposition, Joseph Ssewungu, bemängelte, dass dem Parlament nicht ausreichend Zeit zur Verfügung gestanden hätte, um die Einzelheiten des Einsatzes zu prüfen.
Uganda zählt zu den grössten Truppenstellern für Friedensmissionen in Afrika. Der bedeutendste Auslandseinsatz des ostafrikanischen Landes findet derzeit in Somalia statt, wo ugandische Soldaten im Rahmen einer Mission der Afrikanischen Union gegen die islamistische Al-Shabaab-Miliz vorgehen und wichtige Infrastruktur schützen sollen.














