Prämien – Baume-Schneider: «Nächstes Jahr wird es anders»
Die Krankenkassen-Prämien steigen erneut, diesmal um 5,0 Prozent. Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider verspricht Besserung für nächstes Jahr.
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Das Wichtigste in Kürze
- Für 2027 steigen die Krankenkassen-Prämien durchschnittlich um 5,0 Prozent.
- Das sei unter den gegebenen Voraussetzungen zwar nicht gut, aber erwartbar gewesen, sagt Bundesrätin Baume-Schneider.
- Im Interview betont sie aber auch, dass es nächstes Jahr weniger Prämienerhöhung geben werde.
Die Krankenkassenprämien steigen nächstes Jahr im Durchschnitt um 5,0 Prozent an. Dies hat Gesundheitsministerin Elisabeth Baume-Schneider heute bekanntgegeben.
Das liegt im Bereich der letzten Jahre, im Vergleich zur Teuerung ist es aber sehr viel. Dass sie nicht die Überbringerin der frohen Botschaft ist, ist denn auch Baume-Schneider sehr bewusst.

Aber, sagt die Bundesrätin im Nau.ch-Interview: «Es ist sind keine Good News, aber es sind eigentlich erwartete News.» Dass die Bevölkerung immer älter werde, dass der medizinische Fortschritt zu Buche schlage – das wisse man ja.
«Es ist nicht das, was man möchte, aber es ist die Realität», meint Baume-Schneider ganz nüchtern. «Also muss man dort sparen, wo es möglich ist.»
Baume-Schneider: «Nächstes Jahr nicht noch einmal fünf Prozent»
Sie appelliere an alle Partner, Verantwortung zu übernehmen: «Die Kantone, die Leistungserbringer und ja, das BAG und die Bevölkerung.». Sie hoffe, dass es nicht jedes Jahr noch einmal fünf Prozent Prämien-Erhöhung gebe.

Die Bundesrätin verspricht: «Nächstes Jahr wird es anders aussehen, wegen EFAS.» Mit EFAS – der vom Stimmvolk angenommenen «Einheitlichen Finanzierung ambulant und stationär» – sollen Fehlanreize minimiert werden.
Unter anderem, wie der Name andeutet, indem öfter (und günstiger) ambulant statt stationär behandelt wird.
Weiter setzt Baume-Schneider auf das Kostendämpfungspaket II und eine bessere Regelung bei der Pflege durch Angehörige. Hier sei oft zu viel über die Krankenkassen abgerechnet worden. Die Schweiz habe ein sehr gutes System, aber es gelte, dafür zu sorgen, dass es finanzierbar bleibe.












