Israel-Captain Solomon: «Natürlich hassen sie uns»
Irland protestiert beim 3:0 gegen Israel gegen den Gaza-Krieg. Nun reagieren die Israelis, allen voran Captain Manor Solomon.

Das Wichtigste in Kürze
- Israels Captain Manor Solomon reagiert wütend auf den Protest der Iren.
- Irland hatte beim 3:0-Sieg in Debrecen mehrere Zeichen gegen den Gaza-Krieg gesetzt.
- Auch Israels Aussenminister Gideon Saar teilt gegen Irland aus.
Das Nations-League-Spiel zwischen Israel und Irland hat ein Nachspiel. Nach dem 0:3 in Debrecen machen die Israelis ihrem Ärger Luft.
Grund ist der Protest der Iren gegen den Gaza-Krieg. Sie spielen mit schwarzen Armbinden, verweigern den Handschlag und senken während der israelischen Hymne die Köpfe.

Torschütze Jack Moylan zieht nach seinem 3:0 die Armbinde aus, schwenkt sie Richtung israelische Fans und küsst sie. Goalie Gavin Bazunu verzichtet ganz auf das Spiel.
Solomon hält sich zurück
Israels Captain Manor Solomon muss sich nach dem Spiel zügeln. Laut der «dpa» sagt er: «Wenn ich sage, was ich von ihnen halte, würde ich wahrscheinlich für einige Spiele gesperrt werden.»
«Natürlich hassen sie uns, wir mögen sie auch nicht», meint er weiter.
Besonders die Aktion während der Hymne stört ihn. «Wir interessieren uns nicht für sie. Unser Land ist zehnmal besser und stärker als ihres.»
Goalie Daniel Peretz meint: «Das alles beruht auf Unwissenheit.»
Aussenminister mischt sich ein
Auch Israels Aussenminister Gideon Saar reagiert. Auf X wirft er Irland vor, «auf der falschen Seite der Geschichte» zu stehen. Er erinnert unter anderem an das irische Team, das 1939 vor einem Spiel in Bremen den Hitlergruss gezeigt hatte.

Irlands Trainer Heimir Hallgrimsson stellt sich hinter seine Spieler. Diese hätten ihre Unterstützung für den Protest gezeigt und auf das Thema aufmerksam gemacht.
Lange müssen die Teams nicht auf das Wiedersehen warten. Solomon freut sich schon darauf: «Das wird völlig anders.»
Das Rückspiel findet am 4. Oktober in Serbien statt, wieder auf neutralem Boden.
















