Waffe

    Russen-Waffe dreht durch – schleudert Schützen weg

    Simon Ulrich
    Simon Ulrich

    Russland,

    Ein Trainingsvideo zeigt ein improvisiertes Maschinengewehr ausser Kontrolle. Soldaten springen in Deckung. Verletzte sind nicht bekannt.

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    Ein spektakuläres Trainingsvideo aus Russland sorgt auf Social Media derzeit für Aufsehen. - X / U.M. Osint

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein russisches Trainingsvideo zeigt offenbar eine ausser Kontrolle geratene Flugabwehr.
    • Das YakB-12.7 schleudert den Schützen von der improvisierten Lafette.
    • Ursache waren starker Rückstoss, Drehmoment und fehlende Stabilisierung.

    «Das ist das Russischste, das ich seit langem gesehen habe», wird auf Social Media gespottet.

    Ein Trainingsvideo aus Russland zeigt offenbar, wie eine improvisierte Flugabwehrwaffe beim Schiessen ausser Kontrolle gerät.

    Der Schütze wird von der Lafette geschleudert, mehrere Soldaten springen in Deckung. Hinweise auf schwere Verletzungen gibt es nicht, wie die «Kronen Zeitung» berichtet.

    Rotationsmaschinengewehr gerät ausser Kontrolle

    Bei der Waffe soll es sich um ein YakB-12.7 handeln, ein vierläufiges sowjetisches 12,7-Millimeter-Rotationsmaschinengewehr aus den 1970er-Jahren.

    Es wurde ursprünglich für den Kampfhelikopter Mi-24 «Hind» entwickelt und erreicht eine Feuerrate von 4000 bis 5000 Schuss pro Minute.

    Für den Test wurde das Maschinengewehr offenbar auf eine improvisierte Boden- oder Fahrzeuglafette montiert.

    Beim längeren Feuerstoss begann die Konstruktion wegen des starken Rückstosses und Drehmoments unkontrolliert zu rotieren. Die Waffe feuerte dabei weiter.

    Die Ursache liegt in der ursprünglichen Bauweise. Im Helikopter wird das YakB-12.7 von einer stabilen Halterung getragen, und der Rumpf nimmt die Kräfte auf. Auf einer leichten, schlecht fixierten Bodenlafette fehlen Stabilität und Gegengewicht.

    Russland setzt auf improvisierte Flugabwehr

    Der Vorfall zeigt die Risiken improvisierter Waffensysteme im Ukraine-Krieg. Russland baut seit Anfang 2026 verstärkt mobile Flugabwehrgruppen auf, um ukrainische Drohnenangriffe auf Konvois, Treibstofftransporte und Truppenbewegungen abzuwehren.

    Mi-24 «Hind»
    Das Maschinengewehr Das YakB-12.7 wurde ursprünglich für den Kampfhubschrauber Mi-24 «Hind» entwickelt. Bild: Tschechischer Mi-24 «Hind» am Flughafen Sion im März 2005. - keystone

    Weil klassische Flugabwehrsysteme teuer, schwerfällig oder selbst gefährdet sind, greift die russische Armee offenbar vermehrt auf verfügbare Waffenbestände zurück.

    Dazu gehören ausgebaute Flugzeug- und Helikopterwaffen, schwere Maschinengewehre, ZU-23-2-Zwillingskanonen und umgerüstete Pickups.

    Interessierst du dich für Waffen?

    Solche Ad-hoc-Lösungen können schnell verfügbar sein, offenbaren aber technische Schwächen. Dazu zählen unzureichende Stabilisierung, Materialbelastung und Ausbildungsprobleme.

    Auch ukrainische Einheiten nutzen improvisierte Systeme, etwa bei Drohnen oder Booten.

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    Kommentare

    User #2785 (nicht angemeldet)

    Russland soll alle Drohnen zurück nach Westen abweichen, dann wird es lustig sein.

    User #2091 (nicht angemeldet)

    Sieht lustig aus. Weiss man ob das Video echt ist?

    Weiterlesen

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