Kreml

    Kreml-Propagandist nach Putin-Kritik festgenommen

    Keystone-SDA
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    Russland,

    Der durch seine scharfe Kritik am russischen Präsidenten Wladimir Putin bekanntgewordene Ex-Kreml-Propagandist Ilja Remeslo ist festgenommen worden. Russische Medien veröffentlichten ein Video des am Boden liegenden und nur mit Unterhose bekleideten Bloggers.

    Putin
    Der Kreml hat Ilja Remeslo festnehmen lassen. - keystone

    Zuvor hatte die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Ermittler von der Festnahme berichtet. Remeslo sei wegen des Vorwurfs der Verbreitung von Falschnachrichten über die russische Armee festgenommen worden, hiess es.

    Remeslo werde von seinem Wohnort St. Petersburg in die Hauptstadt Moskau überführt, teilte sein Anwalt Sergej Badamschin mit. Im März hatte Remeslo Kremlchef Putin als Dieb, Kriegsverbrecher und als illegitimen Präsidenten bezeichnet. Er beklagte auch eine politische und wirtschaftliche Sackgasse, in die Putin das Land mit dem Ukraine-Krieg geführt habe.

    Daraufhin wurde er überraschend in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Bis dahin hatte sich Remeslo vor allem als Unterstützer der Kreml-Politik und als Denunziant der russischen Opposition einen Namen gemacht. Nach seiner Entlassung aus der Klinik setzte er seine Kritik an Putin und den Zuständen in Russland fort – und sorgte bei vielen Kommentatoren für Verwunderung, dass der Machtapparat ihm das durchgehen liess.

    Remeslo meinte mit Blick auf die Parlamentswahl am 20. September, dass Putins politisches Ende nah sei und im Land neue Zeiten anbrechen würden. Vor der Wahl der neuen Staatsduma – so heisst das Parlament in Russland – ist die Nervosität angesichts gefallener Zustimmungswerte für Putin und die Kremlpartei Geeintes Russland gross.

    Russische Medien berichteten, dass die Zustimmungswerte für Putin binnen einer Woche um rekordverdächtige fünf Prozentpunkte gefallen seien. Laut einer Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts FOM bewerteten 66 Prozent der Befragten die Arbeit des Präsidenten als gut. Das war demnach der stärkste Rückgang in einer Woche seit Beginn von Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine vor mehr als vier Jahren.

    Kommentatoren meinten, dass die Menschen unter den Bedingungen des Krieges und der zunehmenden Repressionen immer unzufriedener seien. Konkret ärgern sich viele Russen über einen Mangel an Benzin nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Ölraffinerien und über die Blockierung von sozialen Netzwerken und Internetseiten.

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    Kommentare

    User #2785 (nicht angemeldet)

    In Deutschland werden 80- jährige wegen der Regierung- Kritik verhaftet.

    User #3556 (nicht angemeldet)

    Die zwei Friedenstauben Trump und Vadimirovitch könnten doch gemeinsam Schach spielen im Haag?

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