Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Boris Johnson sehen die Chance auf eine Wende im Kriegsverlauf in der Ukraine.
Macron und Johnson in Elmau
Macron und Johnson in Elmau - POOL/AFP

Der Krieg sei in einer «kritischen Phase», in der die Möglichkeit bestehe, «das Blatt im Krieg zu wenden», erklärte die britische Regierung nach einem bilateralen Treffen von Johnson und Macron am Rande des G7-Gipfels am Sonntag auf Schloss Elmau in Bayern.

Johnson habe bei dem Treffen mit Macron ausdrücklich davor gewarnt, jetzt schon eine Verhandlungslösung für den Krieg mit zu grossen Zugeständnissen an den Angreifer Russland anzustreben: «Jeder Versuch, den Konflikt jetzt beizulegen, würde anhaltende Instabilität schaffen und Präsident Putin in die Lage versetzen, souveräne Staaten und internationale Märkte dauerhaft zu manipulieren», hiess es in der britischen Erklärung.

Macron hatte sich wiederholt für die Möglichkeit einer Verhandlungslösung stark gemacht und betont, dass Russland in einem Friedensabkommen nicht «gedemütigt» werden dürfe.

Russland hatte in den vergangenen Wochen in einem mit grosser Härte ausgetragenen Abnutzungskrieg Geländegewinne in der Ost-Ukraine gemacht. Am Freitag hatten die ukrainischen Streitkräfte den wochenlangen Kampf um die strategisch wichtige Stadt Sjewjerodonezk im Donbass aufgegeben.

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