Haseloff: Anschlag von Halle war Angriff auf Menschenwürde und Demokratie

AFP
AFP

Deutschland,

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat den Anschlag von Halle mit zwei Toten als «Angriff auf die Menschenwürde und unsere freiheitliche Demokratie» bezeichnet.

Reiner Haseloff
Reiner Haseloff - dpa/dpa/picture-alliance/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • «Deutschland hat ein Antisemitismus- und Rechtsextremismusproblem».

«Der Terroranschlag von Halle war ein Angriff auf uns alle», sagte Haseloff am Mittwoch in einer Regierungserklärung vor dem Magdeburger Landtag. Der Antisemitismus sei «eine Gefahr für die grundlegenden Werte unserer Demokratie».

«Im Jahr 2019 feiern Juden in Deutschland an Jom Kippur in ihrer Synagoge, und sie müssen um ihr Leben fürchten - 75 Jahre nach der Shoa», sagte Haseloff. «Dafür schäme ich mich - auch dem Letzten muss nun klar geworden sein: Deutschland hat ein Antisemitismus- und Rechtsextremismusproblem.»

Der Magdeburger Regierungschef nannte den Kampf gegen den Antisemitismus eine «gesamtgesellschaftliche Aufgabe». Staatliche und zivilgesellschaftliche Einrichtungen und Organisationen seien gleichermassen in der Pflicht. «Es geht darum, deutlich zu machen, wofür unser Land steht - für den uneingeschränkten Schutz jüdischen Lebens, daran darf es nicht den geringsten Zweifel geben.»

Der mutmassliche Halle-Attentäter Stephan B. hatte am 9. Oktober während der Feierlichkeiten zum jüdischen Feiertag Jom Kippur versucht, bewaffnet in die Synagoge der Stadt an der Saale einzudringen. Nachdem ihm dies nicht gelang, erschoss er den Ermittlungen zufolge auf offener Strasse zwei Menschen und verletzte zwei weitere schwer. Der 27-Jährige sitzt in Untersuchungshaft und gestand die Tat.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

sdfdf
776 Interaktionen
WEF
Donald Trump
36 Interaktionen
Trump will Grönland

MEHR IN POLITIK

usa
Washington
3 Interaktionen
Brüssel
11 Interaktionen
Bern

MEHR AUS DEUTSCHLAND

Harry Styles
1 Interaktionen
Berlin
Merz
6 Interaktionen
Arnsberg
Lothar Matthäus Spital OP
8 Interaktionen
Schulter verletzt
Impfung
Kein Schmerzensgeld