Die Spitzenkandidatin der saarländischen Grünen bei der Landtagswahl vom Sonntag, Lisa Becker, hat nur wenig Hoffnung, dass die Partei noch den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schafft.
Saarländische Grünen-Spitzenkandidatin Lisa Becker
Saarländische Grünen-Spitzenkandidatin Lisa Becker - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Spitzenkandidatin Becker: «Nicht mehr aufzuholen».

«Wir gehen davon aus, dass das nicht mehr aufzuholen ist», sagte Becker am Montag in Saarbrücken. Es gebe nur «einen Funken Hoffnung».

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis der Wahl vom Sonntag verfehlte die Partei den Einzug ins Parlament um 23 Stimmen. Sie liegt demnach bei 4,99502 Prozent. Im neuen Saarbrücker Landtag sind nur noch SPD, CDU und AfD vertreten, wobei die Sozialdemokraten über eine absolute Mehrheit verfügen.

Die Partei versuche, bei den Gemeindewahlausschüssen Neuauszählungen zu erreichen, sagte Becker. Es sei schade, dass keine ökologische Stimme im Landtag vertreten sei. Dass nur drei Parteien den Sprung in den Landtag schafften, sei ein Verlust für die Pluralität und für die Demokratie.

Die Grünen-Bundesvorsitzende Ricarda Lang gratulierte in Berlin der Saar-Wahlsiegerin Anke Rehlinger von der SPD. Zum Abschneiden der Grünen sagte sie, Becker habe «in einer schwierigen Lage einen sehr guten Job gemacht» und «neues Vertrauen gewonnen». Am Ende habe aber die notwendige Zeit gefehlt, um damit die erforderliche Stimmenzahl zu erreichen.

Das Scheitern der Grünen an der Fünf-Prozent-Hürde bedeute, dass es nun im saarländischen Landtag «keine Stimme für den Klimaschutz» geben werde, bedauerte auch Lang. Zudem hätten es sich die Grünen gewünscht, wie in allen übrigen Bundesländern auch im Saarland wieder im Landesparlament vertreten zu sein. Der «unfassbar knappe» Wahlausgang erinnere zudem erneut daran: «In der Demokratie ist keine Stimme ohne Bedeutung», mahnte die Parteivorsitzende.

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