Lindsey Vonn

    Lindsey Vonn nach ihrem Horror-Sturz: «Ich bereue nichts»

    Simon Binz
    Simon Binz

    Italien,

    Nach ihrem schweren Sturz erklärt Lindsey Vonn in einem emotionalen Instagram-Statement, warum sie trotz schwerer Verletzung nichts bereut.

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    Der Sturz von Lindsey Vonn in der Wiederholung. - SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lindsey Vonn stürzte in der Olympia-Abfahrt nach einer minimal zu engen Linienwahl.
    • Die Skifahrerin erlitt einen komplexen Schienbeinbruch und braucht mehrere Operationen.
    • In einem Instagram-Statement meldet sich Vonn nun zu Wort und sagt: «Ich bereue nichts.»

    Der olympische Traum von Lindsey Vonn endete nicht mit einer Medaille, sondern im Spital. Nach ihrem Sturz in der Abfahrt meldete sich die US-Amerikanerin auf Instagram zu Wort. Sie schildert dabei, wie knapp Erfolg und Katastrophe im Skirennsport beieinanderliegen.

    «Mein olympischer Traum ist gestern nicht so zu Ende gegangen, wie ich es mir erträumt hatte», schreibt Lindsey Vonn. Es sei kein Märchen gewesen und kein perfektes Ende, «sondern einfach das Leben». Sie habe es dennoch gewagt zu träumen und hart dafür gearbeitet, überhaupt an diesem Punkt zu stehen.

    Hat Lindsey Vonn zu viel riskiert?

    Besonders eindrücklich beschreibt Vonn den entscheidenden Moment vor dem Sturz. «Im Abfahrtsskilauf kann der Unterschied zwischen einer guten Linie und einer katastrophalen Verletzung nur wenige Zentimeter betragen», erklärt sie.

    Genau diese wenigen Zentimeter seien ausschlaggebend gewesen. «Ich war einfach fünf Inches zu eng auf meiner Linie, als mein rechter Arm im Tor hängen blieb.»

    Lindsey Vonn: «Frühere Verletzungen hatten nichts mit dem Sturz zu tun»

    Gerüchten über einen Zusammenhang mit früheren Verletzungen widerspricht Lindsey Vonn entschieden. «Mein Kreuzband und frühere Verletzungen hatten absolut nichts mit meinem Sturz zu tun», hält sie fest. Ursache sei allein die minimale Abweichung in der Linienwahl gewesen.

    Die Diagnose ist dennoch schwerwiegend. «Leider habe ich mir einen komplexen Schienbeinbruch zugezogen, der derzeit stabil ist, aber mehrere Operationen erfordern wird», schreibt die 40-Jährige. Trotz der starken Schmerzen zeigt sie sich gefasst.

    Lindsey Vonn
    Lindsey Vonn äussert sich in einem Statement zu ihrem schweren Sturz bei der Olympia-Abfahrt. Ihr Kreuzbandriss habe nichts mit dem Sturz zu tun. - Instagram

    «Auch wenn der gestrige Tag nicht so endete, wie ich es mir erhofft hatte, und trotz der intensiven körperlichen Schmerzen: Ich bereue nichts», betont Vonn. Allein im Startgate zu stehen, sei ein Moment gewesen, den sie nie vergessen werde. «Zu wissen, dass ich dort stand und eine echte Chance auf den Sieg hatte, war für mich bereits ein Erfolg.»

    «Das Leben ist zu kurz, um keine Chancen einzugehen»

    Dass Skirennen ein hohes Risiko bergen, sei ihr immer bewusst gewesen. «Rennen fahren war immer gefährlich und wird es auch immer bleiben», schreibt Vonn. Dieses Risiko gehöre nicht nur zum Sport, sondern auch zum Leben.

    Zum Schluss wird ihr Statement grundsätzlicher. «Wir gehen Risiken ein, wir träumen, wir lieben. Wir springen – und manchmal fallen wir», schreibt sie.

    Entscheidend sei, es überhaupt zu versuchen. «Das Leben ist zu kurz, um keine Chancen einzugehen. Denn das einzige wirkliche Scheitern ist, es nicht zu versuchen.»

    Mit klaren Worten zieht Vonn ihr persönliches Fazit: «Ich habe es versucht. Ich habe geträumt. Ich bin gesprungen.» Und richtet sich an ihre Fans: «Ich glaube an euch – so wie ihr an mich geglaubt habt.»

    Vater: «Sie ist 41 Jahre alt, und das ist das Ende ihrer Karriere»

    Wie es mit ihrer Karriere weitergeht, dazu verliert Lindsey Vonn in dem Statement kein Wort. Ihr Vater hingegen gab am Montag seine klare Meinung zu Protokoll. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP meinte er: «Sie ist 41 Jahre alt, und das ist das Ende ihrer Karriere.«

    Und weiter: «Solange ich da noch ein Wörtchen mitzureden habe, wird Lindsey keine Skirennen mehr fahren.» Alan Kildow betonte, dass seine Tochter eine «sehr starke Persönlichkeit» sei.

    Sie kenne körperliche Schmerzen und verstehe ihre Situation. «Und sie kommt gut damit zu recht. «Sie ist wirklich sehr, sehr stark», so Wildow.

    Er meinte aber auch, dass sie nicht als Fan an die diesjährigen Winterspiele zurückkehren werde. «Sie befindet sich nicht in der Lage dazu».

    Kommentare

    User #3492 (nicht angemeldet)

    Also die Frage ob ihre Karriere vorbei ist, ist wohl sehr sarkastisch. Natürlich ist sie vorbei, was denn sonst.

    User #6212 (nicht angemeldet)

    Wow, ihr Glück ist es, dass man heute solche Brüche reparieren kann, erstaunlicher medizinischer Fortschritt in Bezug von "Flicken" 😅

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