Gewalt

Gewalt zwischen Kurden und Regierungstruppen in Aleppo hält an

Keystone-SDA
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Syrien,

In Aleppo im Norden Syriens dauern die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen kurdischen Kräften und Regierungstruppen den dritten Tag in Folge an.

Bewohner fliehen aus den Stadtvierteln Sheikh Maqsoud und Achrafieh. Foto: Ghaith Alsayed/AP/dpa
Bewohner fliehen aus den Stadtvierteln Sheikh Maqsoud und Achrafieh. Foto: Ghaith Alsayed/AP/dpa - Keystone/AP/Ghaith Alsayed

Mindestens zwölf Zivilistinnen und Zivilisten wurden nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte bisher bei den Kämpfen getötet. Deren Leiter Rami Abdel-Rahman sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa), dass darunter auch Frauen und Kinder seien.

Ausserdem seien auch mindestens vier Mitglieder der Regierungstruppen und ein kurdischer Kämpfer getötet worden. Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Grossbritannien meldete zudem rund 60 Verletzte.

Es handelt sich um die schwersten Kämpfe in Aleppo, der zweitgrössten Stadt Syriens, seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Baschar al-Assad Ende 2024.

Am Dienstag waren die Kämpfe zwischen den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) und Regierungstruppen sowie mit ihnen verbündeten Milizen ausgebrochen. Eigentlich hatten sich die Kurden und die Regierung im März vergangenen Jahres darauf geeinigt, die bisher von Kurden autonom verwalteten Institutionen im Norden und Nordosten des Landes in die staatliche Ordnung einzugliedern. Auch die SDF-Kämpfer sollten Teil der regulären syrischen Streitkräfte werden. Die Verhandlungen waren zuletzt ins Stocken geraten. Eine Umsetzung ist bis heute nicht erfolgt.

Die syrische Armee kündigte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana «gezielte Operationen» gegen Stellungen der SDF in kurdischen Stadtteilen Aleppos ab 13.30 Uhr (Ortszeit, 12.30 Uhr MEZ) an. Ab dann gelte bis auf weiteres eine Ausgangssperre.

Beide Seiten werfen sich gegenseitig vor, die Angriffe gestartet zu haben. Die SDF beschuldigten die Übergangsregierung der «Einschüchterung der Zivilbevölkerung» und sprachen von «Zwangsvertreibungen».

Die Türkei sagte der Regierung in Damaskus ihre Unterstützung im Kampf gegen die SDF zu. Zurzeit sei die türkische Armee nicht involviert. Sollte Syrien jedoch anfragen, werde man die nötige Hilfe leisten, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Ankara unterhält enge Verbindungen zur Übergangsregierung und betrachtet die von kurdischen Milizen angeführte SDF als Terrororganisation.

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