Gewalt

    Gewalt vor Wahl: Mehrere Anschläge in Kolumbien

    Keystone-SDA
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    Kolumbien,

    Wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Kolumbien sind bei mutmasslichen Angriffen der Guerillaorganisation ELN mehrere Soldaten und Polizisten verletzt worden.

    Sicherheitsbeamte sichern ein Stadtviertel vor einer Wahlkampfveranstaltung in Bogota, Kolumbien. Foto: Ivan Valencia/AP/dpa/Archivbild
    Sicherheitsbeamte sichern ein Stadtviertel vor einer Wahlkampfveranstaltung in Bogota, Kolumbien. Foto: Ivan Valencia/AP/dpa/Archivbild - Keystone/AP/Ivan Valencia

    Bei einer Explosion nahe einem Militärstützpunkt im nordkolumbianischen Riohacha im Department La Guajira wurden zwölf Soldaten verletzt, wie das Militär auf X mitteilte. «Diese kriminelle Tat, die mutmasslich von Mitgliedern der bewaffneten Gruppe ELN durch die Zündung von Sprengsätzen verübt wurde, stellt einen Angriff auf den Frieden und die Sicherheit der Bevölkerung von La Guajira dar», hiess es weiter.

    Bereits am Dienstag waren im Department Norte de Santander im Nordosten des Landes drei Polizisten verletzt worden. Nach Polizeiangaben wurde eine Patrouille auf der Strasse mit Sprengsätzen und Gewehrfeuer angegriffen. Auch dafür machte die Regierung die ELN verantwortlich.

    Die neuen Angriffe fallen in eine politisch angespannte Phase kurz vor der Präsidentenwahl am Sonntag. Die ELN hatte zuletzt der Zeitung «El Tiempo» zufolge einen einseitigen Waffenstillstand für die Wahltage angekündigt und erklärt, sie respektiere «das freie Recht auf Stimmabgabe und die Nichteinmischung in den laufenden Wahlprozess».

    Kolumbien litt 52 Jahre lang unter einem Bürgerkrieg zwischen linken Rebellen, rechten Paramilitärs und dem Militär. 220.000 Menschen kamen ums Leben, Millionen wurden vertrieben. Seit dem Friedensabkommen 2016 zwischen der Regierung und der grössten Rebellengruppe Farc ist die ELN die letzte verbliebene grosse Guerillaorganisation des Landes.

    Die marxistisch-leninistische Gruppe hat rund 5.000 Kämpfer unter Waffen und ist in Entführungen, Drogenhandel und Schutzgelderpressung verwickelt. Die Friedensgespräche mit der Regierung sind derzeit ausgesetzt, weil die ELN immer wieder gegen die Waffenruhe verstossen hat.

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