Friedenshoffnung für Kiew? Überraschende US-Annäherung in Berlin

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Deutschland,

    In Berlin haben sich Verhandler aus den USA, Europa und Kiew getroffen. Nach Tagen intensiver Gespräche herrscht vorsichtige Hoffnung auf einen Durchbruch.

    Ukraine Berlin Treffen Kiew
    Bei dem Treffen in Berlin geben sich die Teilnehmer mit Blick auf die Zukunft von Kiew zuversichtlich. - Keystone

    Zwei Tage lang verhandelten Vertreter der Ukraine, Europas und der USA in Berlin über mögliche Schritte zu einem Waffenstillstand. Laut der «Tagesschau» bezeichneten Diplomaten das Treffen als die «substanziellste Annäherung seit Monaten».

    Diverse europäische Staatschefs und EU-Kommissarin von der Leyen trafen im Kanzleramt auf den US-Sondergesandten Witkoff und Trump-Schwiegersohn Kushner. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach laut «BBC» nach den Gesprächen von «ehrlichen, schwierigen, aber produktiven Diskussionen».

    Glaubst du, dass es in den nächsten sechs Monaten zum Frieden zwischen Kiew und Moskau kommen wird?

    Ein Vertreter der EU-Kommission betonte, dass erstmals konkrete Papiere zum künftigen Grenzverlauf und Sicherheitsgarantien kursierten. Die Verhandlungen sollen laut «Le Monde» in der kommenden Woche auf Ebene der Aussenminister fortgesetzt werden.

    Neue Dynamik mit Blick auf Kiew?

    Laut dem «Spiegel» verständigten sich die Delegationen darauf, einen Mechanismus zur Überwachung eines möglichen Waffenstillstands zu prüfen. Deutsche Regierungsvertreter erklärten demnach, Berlin wolle «keine Vermittlerrolle, sondern eine Plattform für Dialog» bieten.

    Selenskyj Berlin Kiew
    Selenskyj betonte erneut, dass es keine Einigung ohne Einwilligung von Kiew geben könne. - Keystone

    Der Kreml reagierte zunächst zurückhaltend: Laut «RIA Nowosti» sehe man zwar Fortschritte, betrachte jedoch jede Vereinbarung als «vorläufig». In Kiew betonte Selenskyj Pressevertretern gegenüber, dass keine Entscheidung getroffen werde, «ohne dass die Ukraine zustimme».

    Gemäss der «New York Times» könnte Ende Dezember ein weiteres Treffen in Genf stattfinden, um über humanitäre Korridore zu beraten. In Kiew bereite sich das Präsidialamt darauf vor, mögliche Sicherheitsgarantien juristisch zu prüfen und die Bevölkerung umfassend zu informieren.

    Kommentare

    User #1573 (nicht angemeldet)

    Sie kommen sich wichtig vor , sind aber nur Statisten ohne Putin .

    User #6424 (nicht angemeldet)

    Wieder eine Luftnummer! Die wievielte in 4 Jahren?

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