EU vertagt Golfgipfel nach Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien
Nach den Huthi-Angriffen auf Saudi-Arabien hat die EU das geplante Gipfeltreffen mit dem Golfkooperationsrat auf unbestimmte Zeit verschoben.

Die EU hat ihr für Oktober geplantes Gipfeltreffen mit dem Golfkooperationsrat auf unbestimmte Zeit verschoben, berichtet der «ORF». Die Verschiebung folgt auf die jüngsten Angriffe der proiranischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien in den vergangenen Tagen.
Wann das Treffen nachgeholt wird, will der Rat der EU-Länder zu einem späteren Zeitpunkt mitteilen. Es wäre das zweite Treffen in diesem Format nach dem Gipfel im Oktober 2024 in Brüssel gewesen.
Die Partnerschaft mit dem Golfkooperationsrat habe für beide Regionen grosse strategische Bedeutung, erklärte der Rat. Die EU wolle diese Beziehung vertiefen und den Schwung seit dem ersten Gipfel im Oktober 2024 nutzen.
Zahlreiche Opfer in Saudi-Arabien
Binnen zwei Wochen hat die Huthi-Miliz den Flughafen von Riad 20-mal attackiert, so «ariva.de» unter Berufung auf saudische Angaben. Dabei seien 17 Menschen getötet und mehr als 330 verletzt worden, sagte Koalitionssprecher Turki al-Maliki.
Beim Huthi-Angriff auf den Flughafen Abha im Süden starben zwei Menschen, 28 wurden verletzt. Die Koalition griff mehrfach Huthi-Ziele im Jemen an und zerstörte unter anderem Raketenlager rund um Sanaa.
Der Sprecher forderte, die Huthi müssten ihre Angriffe auf Zivilisten und zivile Ziele sofort beenden. Die Miliz setzt Saudi-Arabien mit Angriffen auf Flughäfen und Ölanlagen massiv unter Druck.
Reaktionen und Hintergründe
Der Angriff auf den Flughafen von Riad sei «kein vereinzelter Exzess», sagt ZDF-Korrespondentin Golineh Atai. Vielmehr passe der Angriff nach ihrer Einschätzung zu den Taktiken der Huthi-Miliz, wie «ZDFheute» berichtet.
Bei einem einzelnen Angriff starben demnach zwölf Menschen, Hunderte wurden verletzt, bevor der Flughafen erneut beschossen wurde. UN-Generalsekretär António Guterres und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen verurteilten den Angriff auf den Flughafen.

Der Konflikt im Jemen eskalierte wieder, seit die USA und Israel Ende Februar den Iran-Krieg begannen, schreibt der «ORF». Die Huthi-Miliz kontrolliert zudem grosse Teile der Küste an der Meerenge Bab al-Mandab.
















