Aargau plant Gassenküche für suchtkranke Menschen in Windisch
Der Kanton Aargau plant gemeinsam mit Brugg und Windisch die Eröffnung einer Gassenküche. An diesem betreuten Ort sollen hilfesuchende Menschen Grundversorgung, Beratung sowie Waschmöglichkeiten erhalten. Der Konsum verbotener Substanzen bleibt untersagt.

Die Gassenküche entsteht auf dem Gebiet Bachtale in Windisch nahe beim Bahnhof Brugg, wie das kantonale Departement Gesundheit und Soziales (DGS) am Freitag mitteilte. Das entsprechende Baugesuch liege auf.
Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) verzichtet dafür gemäss Angaben des Kantons auf 15 Parkplätze. Der Verein Streetwork Aargau wird die Einrichtung im Auftrag des Kantons und mit Unterstützung der beiden Gemeinden betreiben. Der Betrieb soll im kommenden Frühling starten.
Betroffene sollen vor Ort Beratung, Essen, Kleidung sowie die Möglichkeit zum Duschen und Waschen erhalten. Der Konsum von illegalen Suchtmitteln bleibe in den Räumen verboten. Zu Beginn soll die Gassenküche von Montag bis Freitag geöffnet sein. Später sollen Öffnungszeiten am Wochenende folgen.
Teil der Schadensminderung
Mit dem Projekt setzt der Kanton Aargau ein Element seiner Suchtstrategie um. Diese Massnahmen sollen den öffentlichen Raum entlasten und schwer suchtkranke Menschen unterstützen. Für die Jahre 2026 und 2027 kommt das Geld aus dem Alkoholzehntel des Kantons.
Ab dem Jahr 2028 übernimmt der Kanton die Kosten über sein ordentliches Budget. Der Grosse Rat beschloss dafür im Juni eine entsprechende Teilrevision des Gesundheitsgesetzes.






