Dritte Verladestation für Urner Seeschüttung geht in Betrieb
Ausbruchmaterial des Sisikonertunnels kann neu direkt auf Schiffe verladen werden. Für die Seeschüttung Uri ist mit der Verladestation Dorni in Sisikon UR die dritte und letzte Verladestation in Betrieb genommen worden.

Im Kanton Uri gibt es mit der zweiten Röhre des Gotthardstrassentunnels und dem Sisikonertunnels der Axenstrasse gleich zwei grosse Tunnelbaustellen. Der Ausbruch wird zur Renaturierung des Urnersees verwendet.
Mit der Inbetriebnahme der Verladestation Dorni könne Ausbruchmaterial des Sisikonertunnels erstmals ohne Zwischenumschlag direkt vom Tunnel auf die Klappschiffe verladen werden, teilte das Projekt Seeschüttung am Freitag mit. Die Steine würden dabei mit einem Förderband vom Tunnel zu den Schiffen transportiert.
Ein Teil des Materials des Sisikonertunnels wird weiterhin vom Gebiet Gumpisch per Lastwagen zum Rudenzhafen transportiert und dort aufs Schiff verladen. Das Ausbruchmaterial aus dem Gotthard wird mit der Eisenbahn zum Industriehafen Flüelen befördert. Insgesamt würden täglich 12'000 Tonnen Material bewegt, teilte die Seeschüttung mit.
Das Gestein aus der Axenstrasse enthält teilweise Arsen. Dieses werde ufernah geschüttet und anschliessend mit nicht vorbelastetem Material überdeckt, teilte die Seeschüttung mit.
Weil der Sisikonertunnel gesprengt wird, können mit der Schüttung des Ausbruchs auch Zündschläuche in den See gelangen. Diese schwimmen auf der Oberfläche des Sees und werden von Reinigungsgruppen eingesammelt.






