Trump kritisiert Angriffe auf russische Ölanlagen scharf

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    US-Präsident Trump nennt die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien eine «Schande» und stellt Selenskyj als Verhandlungspartner infrage.

    Trump russische Raffinerien
    Trump nennt Kiews Angriffe auf russische Raffinerien eine «Schande». - keystone

    US-Präsident Donald Trump hat die wiederaufgenommenen ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien scharf kritisiert, berichtet «ZDFheute». Im Interview mit dem Sender Newsmax nannte er das Vorgehen eine «Schande», weil es die weltweiten Energiepreise erhöhe.

    Über Selenskyj sagte Trump: «Alles, was er tut, ist, den Weltölpreis in die Höhe zu treiben.» Laut Trump gebe es viele andere Ziele, die man angreifen könne, ohne Dieselraffinerien zu treffen.

    Findest du es richtig, dass die Ukraine weiter russische Raffinerien angreift?

    Trump hatte am Sonntag überraschend eine Waffenruhe im Energiesektor verkündet, woraufhin Kiew die Angriffe zunächst aussetzte. Selenskyj zeigte sich über anhaltende Angriffe auf seine Infrastruktur frustriert und kündigte an, wieder russische Energieanlagen angreifen zu lassen.

    Russische Angriffe trotz Energiewaffenruhe

    Trotz der angekündigten Energiewaffenruhe hat Russland laut dem «ORF» weiter Energieanlagen in der Ukraine angegriffen. Selenskyj nannte ein Kraftwerk in Kiew und Energieanlagen im Nordosten des Landes als betroffene Ziele.

    Der Kreml lehnte zudem die von Kiew vorgeschlagene vollständige Waffenruhe von 60 Tagen ab. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Moskau suche keine Waffenruhe, sondern «einen dauerhaften Frieden».

    EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas äusserte sich skeptisch zur Energiewaffenruhe vor einem Treffen der EU-Aussenminister. Bisher sei nicht erkennbar, dass sich Russland an die Vereinbarung halten werde, sagte Kallas.

    Starlink eingeschränkt

    Die EU-Aussenminister beschlossen zudem knapp 1600 zusätzliche Sanktionseinträge, berichtet die «Berliner Zeitung». EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, eine auf Energieanlagen begrenzte Waffenruhe könne nicht ausreichen.

    Nach ukrainischen Angaben hat SpaceX die Starlink-Nutzung für das Militär überraschend eingeschränkt, berichtet der «ORF».

    Selenskyjs Berater Serhij Beskrestnow schrieb auf Telegram, die Einschränkung habe Kampfeinsätze beeinträchtigt.

    Trump setzt auf russische Dieselimporte

    Trump hatte zuvor verkündet, Russland werde umgehend mehr als 300'000 Tonnen Diesel liefern, wie «ZDFheute» schreibt. Selenskyj fühle sich dadurch von Trump betrogen, weil Sanktionen gegen Moskau ausgesetzt werden sollten.

    Selenskyj Trump russische Raffinerien
    Trump kritisiert Selenskyj für Angriffe auf russische Raffinerien und nennt sie eine «Schande». Er sei kein guter Verhandlungspartner, sagt er. - keystone

    Zudem sagte Trump: «Er ist kein guter Mann für uns zum Verhandeln.» Militäranalyst Oberst Reisner hält es für möglich, dass sich Trump endgültig von der Ukraine abwendet.

    Die Ukraine ist im Abwehrkampf auf Hilfe der Verbündeten angewiesen, insbesondere auf jene der USA. Selenskyj berät heute in Brüssel mit den Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder über weitere Unterstützung.

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    Kommentare

    User #3569 (nicht angemeldet)

    Denke das ist der Wendepunkt. Amerika stellt alles inkl. Starlink und Patriot ein und die EU kollabiert ab dem Kosten. und tschüss 🤣

    Partnun123

    logisch kritisiert Trump die Angriffe der Ukraine, ist er doch auf Piton und dessen Öl angewiesen.

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