EU

    EU-Parlament: Unternehmen müssen Gehaltsunterschiede offenlegen

    Keystone-SDA
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    Belgien,

    Das Europaparlament hat strengeren Regeln für mehr Lohntransparenz zugestimmt.

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    Die Lohnlücke sorgt immer wieder für Zündstoff. - AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten müssen künftig den Gender Pay Gap offenlegen.
    • Die EU-Länder müssen noch zustimmen, was als Formsache gilt.

    Unternehmen in der EU mit mehr als 100 Angestellten müssen künftig Informationen zu Gehaltsunterschieden zwischen Männern und Frauen offenlegen. Das EU-Parlament sprach sich am Donnerstag in Brüssel mit 427 Stimmen bei 79 Gegenstimmen und 76 Enthaltungen für eine solche Regelung aus.

    Für Unternehmen mit weniger als 100 Angestellten gilt diese Pflicht nur, sobald sie von einem Mitarbeiter oder einer Mitarbeiterin dazu aufgefordert werden.

    Europaparlament
    Das Europaparlament in Strassburg. - AFP

    Mit der neuen Regelung sollen Gehälter leichter verglichen und eventuelle Lohnunterschiede aufgedeckt werden. Die EU-Länder müssen noch zustimmen, was als Formsache gilt.

    Geheimhaltungsklauseln über das Gehalt verboten

    Frauen verdienen den Angaben zufolge in der EU im Schnitt 13 Prozent weniger als Männer. Der sogenannte Gender Pay Gap habe sich in den vergangenen Jahren nur minimal verkleinert.

    Geheimhaltungsklauseln über das Gehalt sollen demnach in Verträgen verboten sein. Vorgesehen ist nach dem Willen der EU ausserdem eine verpflichtende Untersuchung gemeinsam mit Arbeitnehmervertretungen, falls bei einem Unternehmen eine Lohndifferenz von fünf Prozent oder mehr festgestellt wird.

    Wenn Arbeitgeber Verpflichtungen des Grundsatzes für gleiche Bezahlung nicht beachteten, hätten Arbeitnehmer das Recht, Entschädigung zu verlangen.

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