Bei Maybrit Illner: Norbert Röttgen fordert sofortiges Gasembargo

    Maurice Stupnicki
    Maurice Stupnicki

    Deutschland,

    Bei der Talkshow Maybrit Illner am Donnerstagabend wurden unter anderem über Strategien zur Beendigung des Ukraine-Krieges diskutiert.

    Maybrit Illner ukraine
    Ukrainische Rettungskräfte arbeiten vor dem beschädigten Rathausgebäude in Charkiw nach dem russischen Beschuss im Ukraine-Krieg. - dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • In der Talkshow «Maybrit Illner» wurde wieder über den Ukraine-Krieg diskutiert.
    • Norbert Röttgen fordert dabei einen Stopp sämtlicher Importe von russischem Gas und Öl.
    • Für Katarina Barley kommt diese Strategie vorerst nicht in Frage.

    Der Krieg in der Ukraine empört nach wie vor die Welt. Am Donnerstagabend wurde bei der «Maybrit Illner»-Talkshow über mögliche Strategien für die Beendigung des Krieges gesprochen.

    Dabei meldete sich unter anderem CDU-Aussenpolitiker Norbert Röttgen zu Wort. Die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley von der SPD, vertrat die Ampel-Regierung. Militärexpertin Florence Gaub war auch bei der Runde vertreten.

    Maybrit Illner
    Norbert Röttgen (CDU) stellte sich bei «Maybrit Illner» auf die Seite des Wirtschaftsberates der Ukraine. - dpa-infocom GmbH

    Wichtiger Gast war auch der Wirtschaftsberater des ukrainischen Präsidenten, Alexander Rodnyansky. Für ihn ist dabei völlig klar: «Wir müssen den Krieg gewinnen. Mit Putins Regime wird es längerfristig kein Frieden geben.» Deshalb habe Putin auch verlangt, dass die künftigen Gas- und Ölimporte nur mit Rubel bezahlt werden können.

    Militärexpertin bei Maybrit Illner: «Dieser Krieg endet nicht in Kiew»

    Für Röttgen ist der in diesem Fall klar: Die EU muss ein Gasembargo gegen Russland starten. Alles andere wäre eine Finanzierung der Kriegskasse von Putin. «Dann können wir ja gleich den Sold der Soldaten in Rubel bezahlen», so der CDU-Aussenpolitiker.

    Maybrit Illner
    Katarina Barley spricht sich gegen einen sofortigen Gasstopp von Russland aus. - dpa

    Für Katarina Barley ist ein sofortiger Verzicht auf russisches Gas nicht akzeptierbar. Die meisten Länder der EU beziehen rund 40 Prozent von Russland. Besonders Polen sei sehr abhängig und bei einem Stopp wäre das Land auf die Unterstützung der EU angewiesen. Laut der Vizepräsidentin des EU-Parlaments wäre das nicht zu schaffen.

    Florence Gaub fasste gegen Ende der Show kurz zusammen: «Es geht in diesem Krieg auch um uns. Dieser Krieg endet nicht in Kiew.»

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