AfD-Chef Chrupalla: «Herr Bundeskanzler, (...) das wird nichts mehr»
AfD-Chef Tino Chrupalla hat dem deutschen Kanzler Friedrich Merz im Parlament «politisches Versagen» vorgeworfen. Nichts habe sich getan, sagte er mit Blick auf Bereiche wie Rente, Pflege oder Gesundheit, wachsen würden nur die Staatsausgaben und die Schuldenberge.

Den grossen Wurf erwarte eigentlich niemand mehr. «Herr Bundeskanzler, Hand aufs Herz, das wird nichts mehr», sagte Chrupalla. Die AfD stellt seit der Bundestagswahl im Februar 2025 mit fast 21 Prozent der Stimmen die zweitstärkste Fraktion und die grösste Oppositionspartei. In jüngeren Umfragen liegt sie mittlerweile deutlich vor der CDU von Merz und deren bayerischer Schwesterpartei CSU, die zusammen die Union bilden.
Er wiederholte Forderungen seiner Partei, die militärische Unterstützung für die Ukraine einzustellen. Diese könne und wolle man sich als Steuerzahler nicht mehr leisten, sagte er. «Sie haben uns in die Position einer Kriegspartei gebracht, was verheerende Folgen haben kann.»
Chrupalla griff Merz auch persönlich an. Dabei nahm er Bezug auf eine Aussage des Kanzlers beim Arbeitgebertag. Dort hatte dieser mit Blick auf die schlechten Umfragewerte im Zusammenhang mit den angestrebten Reformen gesagt: Er habe nicht die Absicht, der Liebling der Nation zu werden, sondern das Land auf Kurs zu bringen. Der AfD-Chef sagte, das heisse übersetzt: «Die Menschen, die mich gewählt haben, sind mir scheissegal. Und Herr Merz, das ist eigentlich Ihr eigentliches Problem, dass Sie Menschen überhaupt nicht mögen.»














