Anschlag

    Nach Anschlag in Polen – Brand an Starlink-Antennen auch in Bulgarien

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Nach einem Anschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen ist es auch in Bulgarien zu einem Brand in einer Anlage des Satelliteninternetdienstes gekommen. Bulgariens Regierungschef Rumen Radew bestätigte in der Fragestunde des Parlaments in Sofia den Vorfall in der Nähe der Hauptstadt.

    Starlink
    Starlink-Satelliten sind regelmässig am Nachthimmel zu beobachten. - keystone

    Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland. Die Bewachung der Anlage werde nun verstärkt, sagte die bulgarische Aussenministerin Welislawa Petrowa-Tschamowa der dpa in Berlin. Die Ministerin hielt sich zu einem Besuch in Deutschland auf.

    Der Brand war zuvor vom prowestlichen Oppositionsbündnis Demokratisches Bulgarien (DB) öffentlich gemacht worden. Wegen laufender Ermittlungen wollte Radew keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen.

    In einer geheim gehaltenen Anlage von Starlink in der Nähe der bulgarischen Hauptstadt Sofia sollen dem Oppositionsbündnis zufolge elf von 17 Antennen am 9. Oktober vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein. Diese Antennen dienten zur Hauptverbindung zu SpaceX und würden im Ukraine-Krieg genutzt, so DB. Prowestliche Oppositionsparteien vermuten eine Verbindung zu Russland.

    Die bulgarische Aussenministerin Petrowa-Tschamowa betonte, dass die Starlink-Anlage nahe Sofia eine private Einrichtung sei. Das bulgarische Innenministerium habe zusätzliche Massnahmen zur Bewachung ähnlicher Standorte ergriffen, obwohl ihre Eigentümer in der Verantwortung stünden, kündigte der bulgarische Innenminister Iwan Demerdschiew zuvor in der Fragestunde des Parlaments in Sofia an.

    Der Chef der bulgarischen Agentur für nationale Sicherheit DANS, Plamen Tontschew, geht bei dem Brand in der Starlink-Anlage bei Sofia von Sabotage aus. «Derartige Sabotage-Akte sind auch in Zukunft nicht ausgeschlossen», warnte er im bulgarischen Parlament.

    Am 23. September war in einem Terminal von Starlink südlich von Warschau ebenfalls ein Brand ausgebrochen. Am Dienstag wurden in Nürtingen bei Stuttgart zwei mutmassliche Saboteure festgenommen, die den Anschlag verübt haben sollen. Die Regierung in Warschau vermutet russische Geheimdienste hinter der Tat.

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