Admiral sieht Libanons Marine gut gerüstet für Unifil-Abzug
Der deutsche Flottenadmiral Stephan Plath ist davon überzeugt, dass der Libanon nach dem bevorstehenden Auslaufen der UN-Mission Unifil seine Küste selbst schützen und Waffenschmuggel unterbinden kann. «Ich bin sehr, sehr zuversichtlich, dass die libanesische Marine diese Aufgaben schultern wird in Zukunft, so wie sie es jetzt schon mehrfach bewiesen hat», sagte Plath in Beirut. Er ist der Kommandeur des Maritimen Einsatzverbandes (Maritime Task Force) von Unifil. Das Mandat der UN-Mission endet zum Jahresende.

«Ich bin bereits jetzt schon beeindruckt von dem Leistungsprofil, das wir hier sehen», sagte Plath am Rande des Besuchs von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Libanon. Dieser Eindruck habe sich in den vergangenen Monaten nochmals verstärkt. Weil die Unifil-Einheiten vermindert worden seien, habe die libanesische Marine mehr Aufgaben übernehmen müssen.
Aufgabe des Maritimen Einsatzverbandes von Unifil ist es seit Oktober 2006, die libanesische Marine dabei zu unterstützen, die Territorialgewässer des Landes zu überwachen, die Küstenlinie zu sichern und den illegalen Waffenschmuggel in den Libanon zu verhindern.
Die Deutsche Marine beteiligt sich daran aktuell mit der Fregatte «Sachsen-Anhalt». Das Kriegsschiff mit rund 160 Frauen und Männern Besatzung wird in Kürze nach rund sechs Monaten Einsatz im Mittelmeer durch die «Nordrhein-Westfalen» abgelöst. Anfang März will es zurück in Wilhelmshaven sein.
Die deutsche Seite unterstützt die libanesische Marine zudem mit Material und der Ausbildung von Offizieren. «Wir haben die Möglichkeit gehabt, dass wir insbesondere die libanesische Marine nicht nur gut ausstatten konnten, sondern auch das Personal weit nach vorne bringen konnten, was die eigenen Fähigkeiten betrifft», sagte Flottenadmiral Plath an Bord der deutschen Fregatte.
Bundespräsident Steinmeier hatte in Beirut seinem libanesischen Kollegen Joseph Aoun Hilfe auch in der Zukunft zugesagt. «Für uns ist das Ende der Unifil-Mission nicht das Ende unserer Unterstützung für den Libanon», betonte er.










