Hisbollah will «angemessen» im Fall von Iran-Angriff reagieren
Im Falle eines Angriffs auf den Iran will die proiranische Hisbollah im Libanon nach eigenen Aussagen «angemessen» reagieren. Eine Bedrohung gegen den Iran stelle zugleich eine Bedrohung für die Schiitenorganisation im Libanon dar, sagte Hisbollah-Chef Naim Kassim in einer Fernsehansprache.

«Wir haben die volle Befugnis, alles zu tun, was wir zur Bekämpfung (der Aggression) für angemessen halten», sagte er weiter. Die Hisbollah würde dazu nicht schweigen. Es sei die Pflicht der Gruppe, der Bedrohung mit «allen notwendigen Massnahmen» zu begegnen.
Wie die Hisbollah in einem solchen Szenario handeln würde, hänge von der konkreten Entwicklung der Kampfhandlungen ab, erklärte Kassim weiter. Die Vorgehensweise werde sich an den jeweiligen Umständen orientieren. Zugleich betonte er, die Hisbollah könne eingreifen oder auch nicht eingreifen.
Nach Angaben Kassims teilten «Vermittler» der Hisbollah mit, dass Israel und die USA darüber nachdächten, zunächst die Hisbollah und dann den Iran anzugreifen oder zuerst den Iran und anschliessend die Hisbollah oder beide zugleich.
Ein Krieg gegen den Iran könne die gesamte Region in Brand setzen, warnte Kassim. Die Hisbollah im Libanon gilt seit einem Krieg mit Israel als deutlich geschwächt. Israel greift trotz einer Waffenruhe nahezu täglich weiter ihre Stellungen an.














