Stadt Zürich

Politische Beteiligung in Zürcher Gemeinden unter Schweizer Schnitt

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Im Kanton Zürich beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger auf Gemeindeebene deutlich seltener politisch als im Schweizer Durchschnitt. Dies zeigt eine neue Studie. Höher als im Rest der Schweiz ist dagegen der Frauenanteil in den Zürcher Gemeindeexekutiven.

An Gemeindeversammlungen im Kanton Zürich nehmen im Schnitt nur gerade 3,4 Prozent der Stimmberechtigten teil. (Symbolbild)
An Gemeindeversammlungen im Kanton Zürich nehmen im Schnitt nur gerade 3,4 Prozent der Stimmberechtigten teil. (Symbolbild) - KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER

Laut der am Dienstag veröffentlichten Studie «Zustand und Entwicklung der Zürcher Gemeinden», welche das Zentrum für Demokratie Aarau im Auftrag des Gemeindeamts des Kantons Zürich erstellte, liegt der Anteil Frauen in den Gemeindeexekutiven bei rund einem Drittel. 90 der 160 Zürcher Gemeinden nahmen an der Studie teil.

Unter den nationalen Parteien weisen in den Zürcher Gemeinden Grüne und SP mit 50 und 39 Prozent den höchsten Frauenanteil auf. Auch bei Kleinstparteien, die ausschliesslich auf lokaler Ebene aktiv sind, ist der Frauenanteil mit 48 Prozent hoch.

Insgesamt sind rund 40 Prozent der Exekutivmitglieder parteilos. Die FDP ist mit 20 Prozent, die SVP mit 14 Prozent vertreten. Laut der Studie fällt es besonders in kleineren Zürcher Gemeinden schwer, Mitglieder für die Exekutive zu gewinnen. Die grosse Mehrheit der Zürcher Gemeinderätinnen und Gemeinderäte arbeitet im Nebenamt.

An Gemeindeversammlungen nehmen im Kanton Zürich durchschnittlich nur gerade mal 3,4 Prozent der Stimmberechtigten teil – deutlich weniger als der Schweizer Durchschnitt von 7,5 Prozent. Auch bei kommunalen Wahlen ist die Beteiligung im Kanton Zürich deutlich tiefer als im Rest der Schweiz.

Weiter zeigt die Studie auch auf, dass die Zürcher Gemeinden überdurchschnittlich gross sind und ihre Aufgaben deshalb häufiger selbständig erfüllen können als andere Gemeinden in der Schweiz. In Aufgabenbereichen wie der Unterbringung von Asylsuchenden, der Bewilligung von Baugesuchen und der Digitalisierung stossen sie jedoch zunehmend an Leistungsgrenzen. Die Gemeinden nehmen zudem einen starken Fachkräftemangel wahr.

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