SVP-Vorstand fasst Nein-Parole zur Service-citoyen-Initiative

Die SVP empfiehlt die Ablehnung der Service-citoyen-Initiative und kritisiert die Aufnahme von 20 kriegsverletzten Kindern aus Gaza als «willkürliche Aktion».

Service-citoyen-Initiative
Die SVP empfiehlt die Ablehnung der Service-citoyen-Initiative, da sie die Armee schwäche und die Sicherheit der Schweiz gefährde. (Archivbild) - keystone

Der Parteivorstand der SVP hat empfiehlt die Service-citoyen-Initiative zur Ablehnung. Diese schwäche die Armee und gefährde die Sicherheit der Schweiz. Die Sicherheit dürfe nicht in Konkurrenz zu Sozialprojekten gestellt werden, argumentiert die Parteileitung.

Die Parole fasste der Vorstand abschliessend, wie die Partei am Freitagabend vor der Delegiertenversammlung am Samstag in Wimmis BE mitteilte. Der Entscheid obliegt somit nicht den Delegierten. Die Initiative kommt am 30. November zur eidgenössischen Abstimmung. Sie verlangt einen Bürgerdienst für alle Schweizerinnen und Schweizer.

Ablehnung humanitären Aktion

Im Weiteren lehnte der Parteivorstand die Aufnahme und Behandlung von 20 kriegsverletzten Kindern aus dem Gazastreifen ab. Diese «willkürliche Aktion» hätten Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider (SP) sowie die Bundesräte Beat Jans (SP) und Martin Pfister (Mitte) «eingefädelt».

Der Aufnahmeentscheid wurde am 29. September vom Gesamtbundesrat nach seiner Sitzung kommuniziert. Zwei Tage zuvor hatte Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) bei der Uno-Generalversammlung in New York von der Aufnahme und Behandlung verletzter und kranker Kinder aus dem Kriegsgebiet im Nahen Osten gesprochen.

Prüfungen würden laufen.

Kommentare

User #6256 (nicht angemeldet)

Während Leute mit "ländlichem" Hintergrund selbstverständlich die Bedeutung von Vereinen und Gemeinde-Aufgaben kennen und auch dafür Einsatz leisten, wächst in der Schweiz eine grosse Gruppe jüngerer "städtischer" Jahrgänge heran, die die Notwendigkeit von Bürgerdienst nicht mehr anerkennen, oder sogar erkennen. Diese Zweiklassen Gesellschaft, eine solidarisch, eine egoistisch unterwegs, verstärkt sich seit Jahren. Ein Service Citoyen / Bürgerdienst ist eine konkrete Antwort auf diese Entwicklung, und eine massvolle. Ein 'Ja' zur Initiative ist ein 'Ja' zu einer solidarischen Gesellschaft in der Schweiz.

User #3715 (nicht angemeldet)

Wen man Millitär Interesanter machen will, sollte man wie in anderen Ländern ein Internes Bildungs Programm aufbauen. Das man dan später auch als abschluss in der Privat Wirtschaft nutzen kann...So könnte man parallel 2 Ausbildungsweg machen, das würde es für viele Interesant machen...

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